Monthly Archives: Februar 2017

Feb 02

LCHF Podcast: Mission Impossible

By LCHF Institut | LCHF Podcast

 

Hintergrundinformationen zu diesem Podcast findest Du im LCHFblog

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Und hier die im Podcast eingesetzte, sehr passende Musik: Loveshadow: There’s a better way (Musik im Podcast).

Diese LCHF Folge zum Nachlesen

 

Kathrin: Dum-dum-dumdumdum-dum-dumdumdum- drrrurururuuuuu-drrrurururuuuuuuuu

Annika: (lacht) Was ist das denn für eine Startmusik? Haben wir eine andere?

Kathrin: Ja, das ist – hör es mal Dum-dum-dumdumdum-dum-dumdumdum…

Annika: Ahhh – Mission Impossible!

(beide lachen)

Kathrin: Du hast es erkannt!

Annika: Ja!!

Kathrin: Toll!

Annika: Du kannst also doch singen.

Kathrin: Natürlich kann ich singen! Wer hat behauptet, ich könnte nicht singen? Ich bin alte Chorsängerin, Kirchenchor – hallo?!

Annika: Bist du, ja?

Kathrin: Ja! Hallöchen!

Annika: Guten Tag.

Kathrin: Und herzlich willkommen im LCHF Podcast! Der erste 2017 mit Annika…

Annika: …und Kathrin.

Kathrin: Frohes Neues ist ja ein bisschen spät Anfang Februar, oder?

Annika: Ja, weiß ich nicht – nachdem ich Weihnachten schon verpasst habe, kannst du den gerne noch nachschieben.

Kathrin: Warum hast du Weihnachten verpasst?

Annika: Weiß nicht, irgendwie ging das ziemlich an mir vorbei. Ich habe mir das ja anders vorgenommen. Ich wollte ja eigentlich Weihnachten mal wieder ein bisschen mehr Raum einräumen, aber wurde dann absolut vom ersten Advent überrascht. Vier Tage vorher sagte irgendjemand im Sportkurs “Du weißt ja, dass am Sonntag der erste Advent ist?” Und das war mir dann zu dicht.

Kathrin: Ja, und dann verging die Zeit. Im Dezember haben wir ja auch einmal kurz gemailt. Wir selber haben auch nicht wirklich miteinander gesprochen. Es ging soo schnell vorbei und jetzt ging auch tatsächlich der Januar sooo schnell vorbei. Wir zeichnen heute auf, am 30. Was ist bei dir los und was hast du schon erledigt in diesem Jahr?

Annika: Also eins kann ich dir sagen: Wenn es nach mir ginge, könnten wir diesen Januar sowieso direkt streichen. Das Jahr hat für mich nicht schön angefangen. Ganz ab davon, dass ich sehr, sehr viel zu tun habe – das ist ja schön, das meine ich jetzt nicht -, aber es waren dann doch Schicksalsschläge drin, die mich so aus der Bahn geschossen haben. Eine sehr enge Freundin von mir ist verstorben und das hat mich richtig fertig gemacht. Das kann ich nicht anders sagen – mit wildesten Träumen und tiefem, tiefem Schmerz, weil es war einer der wunderbarsten Menschen, die ich jemals in meinem Leben getroffen habe und ich höre ihre Stimme, ich träume von ihr. Und irgendwie wird einem dann auch die eigene Endlichkeit bewusst. Das hat mich echt fast in die Knie gezwungen und deswegen auch die Sprachlosigkeit.

Ich bin jetzt mittlerweile öfter angefragt worden, warum denn auf dem Blog nichts passiert. Ich kann nicht. Ich konnte nicht. Ich kann weder darüber groß schreiben, das möchte ich auch nicht und gleichzeitig möchte ich nicht so tun, als wenn nichts wäre. Ich finde den Einstieg nicht – ich kann es nicht erklären.

Kathrin: Aber ganz ehrlich: So wie ich dich vor ein paar Wochen gehört habe und jetzt, sprichst du schon gefestigter darüber. Also ein bisschen was scheint ja doch zu passieren.

Annika: Ja klar.

Kathrin: Stück für Stück halt, ne? Immer einen Schritt nach dem anderen und ich finde, bei dem was du sonst immer kommunizierst und wieviel du schon kommuniziert hast, ist doch so eine Pause auch mal völlig in Ordnung. Du machst dir da ja auch, so wie ich es raushöre, nicht wirklich Druck, sondern du sagst jetzt nur mal, woran es liegt.

Annika: Ja genau. Es ist auch so, dass diese nicht persönlichen Texte, also Rezepte schreiben für die Webseite oder für LCHF.de, das geht problemlos, aber alles, was irgendwie persönlicher wäre, das ging nicht. Aber, wie gesagt: Ich rappel mich so langsam zurück und ja… es ist halt so – das Leben ist so.

Kathrin: Ja.

Annika: Leider. Ansonsten sitze ich gerade an einem größeren Projekt, zu dem ich noch nicht so viel sagen kann oder möchte und das wiederum bremst mich so ein bisschen Seminartermine zu setzen, weil ich nicht weiß, wie lange ich dafür noch brauche. Aber es ist etwas Spannendes und was sehr Schönes. So.

Kathrin: Da wirft sie uns jetzt wieder den leckeren Knochen vor und legt uns an die Leine.

Annika: (lacht) Achso, außerdem bin ich ja schwerwiegend involviert in Hundeerziehung, ne?

Kathrin: Du bist junge Hundemutter, genau.  

Annika: Ich bin Junghundmutter und was wir Mitte November als kleines Welpchen bekommen haben, was noch unter’m Couchtisch her passte, hat sich im einmal Umdrehen in 50 cm Rückenhöhe verwandelt – ein wundervolles Tier! Es macht soviel Freude, das ist herrlich! Ach ja, darüber könnte ich wohl nochmal schreiben, ja ja.

Selbst der Mann, der am Anfang so war Ach, ein Hund…. Also, der Mann ist schwerwiegend verliebt und betont immer wieder, dass das wirklich das Beste war, was wir machen konnten.

Kathrin: Sehr gut, sehr schön – Licht und Schatten.

Annika: Ja, genau. So ist das. Und bei dir?

Kathrin: Und bei mir? Ja, ich habe mir eine schöne Weihnachtspause gegönnt und tatsächlich mal keinen RAN ANS FETT Kurs vorbereitet, sondern einfach gesagt “Nein, ich mache wirklich Weihnachtspause und gucke mal, wie ich im Januar in die Gänge komme” und im Januar war ich dann total gebucht als Kathrin Köhler mit Beratung und Schulung und hoch und runter. Dann habe ich mich das erste Mal dazu entschlossen, den Kurs zu verschieben. Der ist jetzt auf den 14. Februar gelegt. Da geht es los.

Annika: Ja stimmt, du warst sonst immer ein bisschen früher dran.

Kathrin: Ja natürlich. Im Januar musst du ja den Hype mitnehmen.

Annika: Die Prime Time.

Kathrin: Die Prime Time mitnehmen. Aber weißt du? Ich will mich davon nicht stressen lassen und dann habe ich mit den Schultern gezuckt und gesagt “Nö, nööö – ich muss das Spiel auch nicht mitspielen. Ich lasse alle schön machen. Es ist alles gut, alle sind da, alle machen ordentlich und ich mache halt ein bisschen später und gucke mal, wie das jetzt funktioniert und bin aber bei mir und bin nicht gestresst” und das ist mir jetzt eben auch sehr wichtig. Da erfülle ich jetz ein bisschen weniger, auch meiner hochgesteckten Ansprüche, sitze dafür nicht mehr Nachts auf dem Sofa und mache, sondern gehe einfach auch mal aus oder früh ins Bett und fahre die Doppelbelastung von zwei Berufen herunter.

Annika: Ja siehst du? Da bist du dann in dem Thema. Das hatten wir schon öfter: Achtsamkeit und mal auf sich selber hören. Es muss halt nicht alles, ne?

Kathrin: Genau. Aber jetzt habe ich voll Lust drauf und es läuft auch und wenn der Podcast gesendet wird, ist ja auch schon das erste Webinar vorbei.

Annika: Ja, wie spannend! Das finde ich so super!

Kathrin: Jaaa! Und so wird es jetzt vorangehen. Ich bin ganz gespannt, was sich wieder auftut. Wir haben mittlerweile – das Team RANF sagen wir ja mittlerweile – also, eine tolle Runde von mehr als 10 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die im Kurs bleiben und dranbleiben und sich jetzt schon freuen auf die neuen Teilnehmer. Das hat sich ganz, ganz toll entwickelt.

Annika: Das finde ich ja so schön. Es hat sich über die letzten Mal so herauskristallisiert, dass du welche da hast, die da bleiben, weil sie sich so wohlfühlen.

Kathrin: Genau und die zahlen natürlich nicht nochmal die volle Kursgebühr, weil die Inhalte bleiben ja gleich, aber die…

Annika: …aber du hast ja auch eine tolle Stütze. Die können ja wirklich sehr aus dem Nähkästchen plaudern und die anderen motivieren und abholen.

Kathrin: Ja und sie haben schon so eine Grundstimmung drin. In diesem Kurs ist schon eine Stimmung, weil die sich natürlich schon gut kennen und die holen dann aber auch ganz nett die Neuen ab und das macht wahnsinnig viel Spaß. Da bin ich total happy! Ich hatte im letzten Kurs mal eine, die kam rein, guckte sich um im ersten Modul, schrieb mir dann eine etwas beleidigte E-Mail und sagt “Ja wie, für das, was du hier an Inhalten reinstellst, soll ich jetzt diese Kursgebühr bezahlen?” Und sie war ein bisschen angefasst, im Sinne von “Das ist doch nicht dein Ernst hier! Gewichtstabelle – und dafür soll ich jetzt irgendwie 300 Euro zahlen?” – also richtig pampig und dann habe ich vor der E-Mail gesessen und habe gedachte, ich könnte es jetzt argumentieren, was diese Gruppe mit dir machen könnte. Und dann habe ich aber gedacht bei dem Ton, den du hier anschlägst, lasse ich dich gerne aus dem Kurs gehen. Winke winke. Da saß ich vor’m Computer und habe gesagt “Ja. Viel Spaß, viel Glück in deinem Leben! Alles Gute, das schaffst du auch alleine.” Ich möchte Menschen, die sagen: Ich greife gemeinsam in dieser Gruppe und mit dem Coaching an. Und das erschließt sich natürlich nicht beim ersten Mal Modulöffnen und das lesen, was auch das Internet schon geschrieben hat.

“Keine neuen Inhalte” sagte sie dann. Ich so: “Nein, natürlich werde ich nichts verzapfen, was nicht geprüft und von den Experten bestätigt ist” – das mal am Rande. Aber die Gruppe rockt und Team RANF ist am Start.

Annika: Ja, die Frage wäre, ob mit dieser Grundhaltung das überhaupt möglich gewesen wäre, die richtige Gruppendynamik zu bekommen.

Kathrin: Ja, das geht ja auch manchmal nicht. Die Gruppe ist neu, aber ich habe auch so wie ich kommuniziere und so, wie ich auf Mails antworte zum Teil, da versuche ich schon klar zu machen, was bei uns passiert. Ich hole alle ab in ihrer Unsicherheit. Ich hole alle ab. Hier muss keiner reinkommen und sagen: Ich habe es schon voll drauf. Im Gegenteil. Jede Frage kann gestellt werden. Wichtig ist, dass man wertschätzend gegenüber den anderen ist und mit denen gemeinsam diesen Weg gehen will. Dass man Bock hat auf ‘gemeinsam durch diese 12 Wochen zu marschieren und sich gegenseitig zu stützen’, weil das kann ich alleine gar nicht leisten. Weißt du? So.

Aber ich bin da sehr happy.

Annika: Ich denke auch, meistens wissen die Leute ja, wozu sie sich anmelden. Ich sehe das auch in den Sportkursen. Die wissen ja, warum sie kommen und das ist aber recht selten, dass man solche Ausreißer hat.

Kathrin: Ja, sehr selten, aber da bin ich jetzt auch reflektierter und laufe auch nicht hinter jedem Kunden her, sondern das muss man eben wollen. Punkt. Man muss sich halt selber verändern wollen und einfach diesen Schritt gehen und probieren und dann kann man immer noch früh genug raus. Nach 14 Tagen weiß man, wie da der Grundton in der Gruppe ist. Aber schon vorher zu sagen: Nee, das ist mir hier zu blöd… Dann sage ich auch: Ist mir auch zu blöd.

Naja, jedenfalls: Apropos sich selber ran nehmen – ihr hattet doch eine Wette laufen! Ich will mal wissen, was da los ist.

Annika: (heult) Ich fahre gerade in die Tiefgarage; der Empfang ist total schlecht. Kathrin, ich höre dich nicht. Ja.

Kathrin: So, los, komm rüber mit den Ergebnissen! Ich will Ergebnisse.

Annika: Ja, du willst Ergebnisse wissen. Ich hatte mich ja ziemlich Siegessicher gewähnt und ja. Ich glaube, ich muss Fießwandern.

Kathrin: Das tut dir gut.

Annika: Ja toll, das sagt mein Mann auch (lacht). Es hatten sich ja einige tatsächlich angemeldet, auch zur Wette und das soll jetzt keine Entschuldigung für mein eigenes Versagen werden, aber ich bin nicht die Einzige, die da Wetteinsätze einlösen muss. Wie es derzeit aussieht: Ich kriege Fenster im Headquarter geputzt.

(beide lachen)

Hör mal, die sind groß! Das ist eine 10 Meter Fensterfront bis 3,50 Meter Deckenhöhe, aber egal. Ich habe dann mal so überlegt: Es ist wirklich eine sehr geringe Menge derer, die sich zu heute angemeldet haben, die schaffen das überhaupt. Dann habe ich mal überlegt, woran das liegen mag und ich denke, es liegt daran, dass der Abstand – also die Wettlaufzeit…

Kathrin: …zu lange war.

Annika: Die war viel zu lang. Das ist ein viel zu weit voraus geworfenes Ziel gewesen und wenn dann der Wind des Lebens um einen herum tost, dann ist es schwierig am Ball zu bleiben. Das mache ich nie wieder. Wenn ich jetzt so weit wandern muss – ich geh kaputt.

Kathrin: Nein, es wird toll! Das wird eine super Sache.

Annika: Neeeein.

Kathrin: Doch und dein Mann wird das sehr schön gestalten – ich bin mir ganz sicher.

Annika: Das Schlimme ist ja, dass ich das quasi gestalten und vor allen Dingen bezahlen muss (lacht).

Kathrin: Aber er wird gute Laune verbreiten. Ich bin mir sehr sicher. Er wird sehr fröhlich sein.

Annika: Da musst du erstmal gegen anstinken. Wenn ich schlechte Laune habe, weil soweit gewandert werden muss, dann….

Kathrin: Nein, du bist gesund; du bist in der körperlichen Lage so eine Wanderung ganz easy abzunehmen. Du darfst fröhlich und dankbar sein, dass du in der Natur unterwegs bist und ich glaube, wir arbeiten noch ein bisschen an deinem kleinen Mindset für diese Aktion, oder?

Annika: (lacht) Ja, programmier mich bitte um. Ja, prinzipiell habe ich es ja versucht… darf ich den Bogen schlagen schon zum intermittierenden Fasten?

Kathrin: Ich bitte dich!

Annika: Du bittest mich. Wir hatten ja das Thema mit dem intermittierenden Fasten mit Jason Fung aus dem Buch Obesity Coach und was ich ganz dringend sagen möchte: Das funktioniert. Es funktioniert wirklich. Es funktioniert hervorragend, solange man sich dranhält. Wenn es mir gelingt an einem Tag nur einmal zu essen und das abends und dann auch in einer Menge, die mich wirklich satt macht. Da denke ich dann nicht drüber nach. Das ist dann wirklich eine große Menge und das eine Woche mache: Ich nehme super ab.

Das Ding ist, dass ich mir immer selber einrede – mein Körper oder mein Gehirn hat ja so Techniken und sagt dann Ja, aber heute hast du mittags Sport. Und dann ist aber blöd mit leerem Magen. Ja und dann esse ich schonmal was – sicherheitshalber. Und das habe ich dir noch gar nicht erzählt: Ich habe drei neue Sportkurse seit Januar und dann hält man sich so ein bisschen dran, ne? Dann meint man, man kann nicht mit leerem Magen zum Sport. Ich weiß, dass das eigentlich geht, aber ich entschuldige ich mich dann immer. Ich kann das gar nicht erklären. Ich stelle mir selber ein Bein und dann meine ich, ich müsste vor dem Sport eine Kleinigkeit essen und wenn es nur zwei Scheiben Käse oder mit Butter ist oder noch einen Sahnekaffee oder so und esse dann trotzdem meine große Mahlzeit nach dem Sport. Und da ich Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag Sport gebe… ja. Aber das Ding ist nicht vom Tisch, dat sach ich dir, dat sach ich dir.

Ich möchte da unbedingt wieder dran. Das Zweite ist, wenn du unheimlich viel zu tun hast und du sitzt viel rum, dann ist der Kühlschrank auch leider viel zu sehr in der Nähe.

Kathrin: Bei mir ist es tatsächlich so, wenn ich mir selber Stress mache wegen irgendwas… Ich hatte im Januar einen neuen Auftraggeber, wo ich wirklich richtig gut performen wollte. Dann kam halt Macadamia Schwarze Schokolade…

Annika: Ja, das esse ich ja gar nicht. Das ist es ja.

Kathrin: Ich bin da rückfällig in solchen Dingen. Und zwar zuviel. So eine gewisse Grundration davon geht immer, aber da ist dann so eine Tüte Macadamianüsse muss man nicht auf einmal essen. Nein, das muss man nicht.

Annika: Also, eine ganze Tüte Macadamias, das sind …

Kathrin: … das sind 800 Kalorien.

Annika: Ich wollte gerade sagen. Das ist schon hallöchen! Und das macht ja nicht wirklich satt.

Kathrin: Nee.

Annika: Also mich nicht.

Kathrin: Nee.

Annika: Das ist ja für mich ein Snack. Aber die Wette ist nicht vergebens gewesen, das möchte ich an dieser Stelle einmal sagen. Ich habe immerhin 6 Kilo abgenommen und meine Hosen rutschen. Jetzt müsste ich nur noch Zeit haben einkaufen zu gehen.

Kathrin: Sehr, sehr gut. Ja, geh schnell einkaufen, dass die Hosen da auch wieder simulieren.

Annika: Ja genau, dass die Hosen dann wieder als Mahnmal richtig sitzen und du merkst sobald du drüber bist. Und ich muss dann noch etwas aufarbeiten mit Jason Fung und dem Obesity Coach. Ich hatte ja gesagt, ich würde mir die Studien alle in Ruhe ansehen oder bzw. die, die ich relevant fand. Zum Beispiel diese eine, wo er sagt, dass es ein Unterschied ist, ob man fastet oder ständig zu wenig Kalorien isst. Dass man beim Fasten weder den Stoffwechsel runter rudern würde, noch Muskelabbau betreiben würde. Da muss ich beschämend zugeben: Das habe ich noch nicht gemacht.

Kathrin: Du, aber es war ja auch genug los bei dir in deinem Leben – alles fein. Aber das Fasten machst du nach wie vor immer mal wieder weiter oder? Wie ist da deine Planung?

Annika: Ich muss mich selber wieder mehr in den Fokus setzen. Ich hoffe, wenn dieser Januar durch ist; ich versuche mit Mittwoch, dem 1. wirklich bewusst eine Tür zu schließen und zu sagen: Das war der Januar. Von mir aus kann 2017 nur besser werden und ich muss wieder an mich selber denken und mich in den Fokus setzen. Dann wird das mit dem Fasten auch klappen. Ich darf meinem Gehirn nicht die Möglichkeit geben rumzuknatschen.

Wenn du schwer beschäftigt bist und du hast ein knatschiges Kind alias mein Gehirn, was neben dir auf dem Boden rumrollt und nach irgendwas schreit, dann gibst du schneller nach.

Kathrin: Klar, das geht mir genauso.

Annika: Das heißt, ich muss versuchen wieder bei mir anzukommen oder besser bei mir zu sein und dann wird das auch funktionieren.

Kathrin: Apropos funktionieren: Meine Morgenroutine. Ich habe den ersten Schritt in meiner Morgenroutine bewältigt. Und zwar kann ich ja mal einen Screenshot dazu posten, jeden Morgen meditiere ich mit meiner Carpe App jetzt seit dem Januar fast durchgängig und da wo ich den Termin nicht gehalten habe, ist ein technischer Fehler, weil die manchmal morgens nicht umspringt und dann zählt sie es nicht. Dann habe ich zweimal die gleiche Meditation. Die haben jeden Tag eine neue und ich wache auf und will es tun.

Annika: Ahh du kleiner Streber! Hm, hm, hm, soso. Was macht man da? Wie sieht so eine Meditation aus?

Kathrin: Da ist eine ganz tolle Frauenstimme und die macht manchmal weniger und manchmal mehr, sie erklärt auch ein paar Themen, sich mit anderen vergleichen. Es geht um Achtsamkeitsthemen. Manchmal höre ich aber auch nur Meerrauschen und sie sagt: Jetzt atme mal schön ein und aus. Das ist eine ganz angenehme Mischung, manchmal labert sie auch und ich bin ganz woanders. Manchmal scheint sie meine Gedanken zu lesen, die dann da kommen und dann sagt sie: “So und jetzt siehst oder hörst du den Gedanken, nimmst den Gedanken wahr – jetzt schiebe ihn mal zur Seite” und dann denke ich Woher weißt du jetzt, dass ich schon wieder abgeschwirrt bin? Ich kann schon jetzt besser atmen ohne zu denken und manchmal habe ich dann sensationelle Ideen. Da kommen mir Ideen, da denkst du Alter Schwede!

Annika: Ja, das habe ich ja auch. Ich mache es ja wenn alleine. Das heißt, ich lege mich nochmal in aller Ruhe hin, versuche den Tag zu sortieren und da kommen mir auch gute Ideen. Aber muss man da sitzen, liegen?

Kathrin: Die sagen sitzen und Rücken lang machen, was mir morgens auch gut tut, weil man Nacken ja sowieso ein Problem ist. Dann setze ich mich im Bett einfach ganz gerade hin. Ich stehe gar nicht auf. Ich wache auf, setze mich ganz gerade hin und …

Annika: Schneidersitz und so.

Kathrin: Genau, ich knacke mal den Rücken durch. Schneidersitz kann ich mit meinen kaputten Knien nur einseitig, aber eine Seite mache ich so.

Annika: Ja, weil gerade sitzend mit Beine vorne ist nicht so ganz einfach. Schön.

Kathrin: Das habe ich im Januar jetzt mal so gemacht.

Annika: Nee, finde ich gut.

Kathrin: Die App kommt in die Shownotes.

Annika: Ist das nur für iPhone Besitzer oder gibt es das auch für Android?

Kathrin: Das gibt es auch für Android, ist allerdings auf Englisch und gibt es in der freien Version – die kann ich auch sehr empfehlen, hatte ich auch lange – und dann gibt es die Version, die wollte ich dann irgendwann haben in den Tiefen dieser App und da zahle ich jetzt pro Jahr 30 $ oder so und habe das Abo auch schon verlängert.

Annika: Das heißt, sie erzählt dir das alles auf englisch.

Kathrin: Ja, sie erzählt es auf englisch. Es gibt auch deutsche. Da könnten wir auch mal ein Thema drüber machen, aber ich bin jetzt da gelandet, obwohl es deutsche gibt. Ich mag die Frauenstimme so gerne, die ist irgendwie gut. Die tut mir gut.

Annika: Das ist aber auch ganz wichtig. Stell dir mal vor, du hast so eine schnarrende oder quietschige Stimme drin. Ich glaube, dann wäre das nichts mit dem Meditieren.

Kathrin: Nee, das geht gar nicht, genau. Ja, dieser neumodische Kram, ne? (lacht)

Annika: Genau, dieses Hightech-Zeugs. Hat nichts mit Natürlichkeit zu tun.

Kathrin: Ich habe eine “Freiberuflerin-Kollegin” auf einem Projekt, die hat ein Buch darüber geschrieben “Achtsamkeit in der digitalen Welt”. Mit der habe ich mich darüber auch mal unterhalten und werde darüber vielleicht auch nochmal ein Gespräch führen, vielleicht auch für RAN ANS FETT.

Annika: Ja, schön.

Kathrin: Ja, das ist ganz spannend, weil die tatsächlich wie ich auf den digitalen Themen arbeitet und sagt, es ginge alles gar nicht, wenn sie nicht das Wissen darum hätte, wie man sich auch mal rauszieht oder behauptet. Achtsamkeit heißt ja nicht immer nur runterschlucken und im Ommm sein und brav sein, sondern das was da ist wahrnehmen.

Annika: Genau, wahrnehmen und ich finde Achtsamkeit bedeutet auch, sich gegenüber anderen abzugrenzen, wenn es einem zu viel wird.

Kathrin: Genau.

Annika: Also Egolution meinst du.

Kathrin: Ja, genau. Dum-dum-dumdumdum-dum-dumdumdum

Annika: (lacht)

Kathrin: Das ist doch auch eine schöne Überleitung oder?

Annika: Ja.

Kathrin: Düdüdüüüüüü- Düdüdüüüüüü

Annika: Auf in die Mission Impossible! Aber mit Fragezeichen

Kathrin: Mit Fragezeichen. Soll ich mal kurz erzählen.

Annika: Ja genau, weil sonst wird das zu kryptisch hier.

Kathrin: Ja also: Wir haben über Themen nachgedacht und ein Thema, was ich mir schon vor längerer Zeit mal auf die Agenda gesetzt hatte aufgrund eines aktuellen Erlebnisses damals ist das Thema missionieren bzw. darüber sprechen bzw. Menschen, die in Situationen sind, darauf hinzuweisen, dass es eine Ernährungsform gibt, die eben extrem gesund ist und die ihnen vielleicht helfen könnte.

Annika: Aber auch extrem anders.

Kathrin: Aber auch extrem anders, genau. Ich habe heute Morgen bei den 2ketodudes, den Link will ich auch noch reingeben – das sind zwei englisch sprechende Männer, einer aus den Staaten und einer aus Australien, die finde ich super -, da höre ich deren Podcast zu und da ist in deren Facebook-Gruppe eine Frau, mit der arbeiten die beiden auch und die hat da irgendwie auch ein bisschen mehr zu sagen. Die haben eine Facebook-Gruppe mit 13.000 Leuten, also die ist schon groß und die schließen gerade die Facebook-Gruppe und haben gerade ein Forum aufgemacht – lange Geschichte. Jedenfalls: Da hat eine berichtet, dass sie eben von ihrer Schwester nicht ernst genommen wird und es für sie so eine große emotionale Herausforderung ist der Schwester, die total Low Fat vertritt und die im medizinischen Bereich arbeitet, klarzumachen: “Hallo, meine Werte sind so dermaßen verbessert worden durch die ketogene Ernährungsweise. Nimm es doch wenigstens mal an”. Die haben halt irgendwie ein familiäres Thema damit.

Annika: Also du meinst mit “Nimm es bitte mal an”: Akzeptiere, dass ich so esse oder versuche es selber auch mal?

Kathrin: Akzeptiere, dass ich so esse. Die Schwester scheint das wohl gar nicht anzunehmen, dass die Ernährungsumstellung irgendetwas mit der Verbesserung der Blutwerte zu tun hat. Schönen Dank auch. Die sind da in so einem familiären Thema und da haben ganz viele geantwortet: “Ja, das ist traurig mit deiner Schwester. Wir fühlen mit dir, dass du da so gar kein Gehör findest (was ich total nachempfinden kann – da werden wir nachher nochmal drauf kommen) und auf der anderen Seite hilfst du hier, mit dem was du machst. In diesem Forum und in dieser Community hilfst du tausenden von anderen. Das hat auch seinen Wert und irgendwann kommt deine Schwester vielleicht auch mal an den Punkt. Man kann ja niemanden zum Jagen tragen. Es muss immer ein Interesse da sein und ein Wunsch, so ein Paradigma auch zuzulassen”. Bei ihr ist es ja auch so, dass sie Geld damit verdient, Medikamente zu verschreiben, Metformin zu verschreiben, Statin zu verschreiben und sie lebt natürlich davon, dass Menschen auch diese Krankheitsbilder haben. Das ist natürlich eine böse Unterstellung…

Annika: Das wollte ich gerade sagen – das ist schon kräftig.

Kathrin: Das ist so die Diskussionslage, die ich da gesehen habe und gleichzeitig, als ich mir mein Thema aufgeschrieben habe, gab es in meinem näheren Umfeld wirklich einen eingreifenden medizinischen Vorfall – ich sage mal die Abteilung Herzinfarkt und Schlaganfall. Dann habe ich da gesessen und gewusst: Okay, natürlich sage ich dir jetzt nicht “Stell deine Ernährung um und alles wird gut”, das ist ja hochgradig fahrlässig, aber mit dem was wir beobachten, wie gut unsere Ernährungsform, über alle hinweg die es machen, gesundheitliche Indikatoren verbessert; das Leben verbessert; das Leben von vielen Menschen umkrempelt. Das ist so der Grundhinweis und diesen Grundhinweis habe ich dann der Person schriftlich gegeben und habe geschrieben – das wusste die Person glaube ich auch nicht so -, was ich so mache und wofür ich stehe und habe zu dir und zu mir verlinkt und habe gesagt: Es gibt Möglichkeiten seine Ernährung umzustellen und dadurch per se erstmal wieder Kraft zu gewinnen und gesundheitliche Indikatoren zu verbessern, woraufhin die Antwort kam: “Ja, jetzt kümmere ich mich erstmal um meine Gesundheit und dann kümmere ich mich um meine Ernährung. Dann folgt alles andere. Jetzt muss erstmal die Gesundheit wieder stimmen.”

Das kann ich auf einer gewissen Ebene verstehen, dass derjenige da sagt “Ich habe hier echt ein Thema und da muss ich jetzt erstmal durch und dann kümmere ich mich darum, wie ich mich ernähre”, weil man muss ja auch den Kopf frei haben dafür.  

Annika: Ja, das stimmt, aber …

Kathrin: Ja, Ernährung ist halt Gesundheit und dieser Schluss ist noch nicht wirklich genug präsent und das tut mir manchmal weh, wenn ich es weiß und dann da sitze und denke a) sage ich es jetzt demjenigen? Was total übergriffig ist und was ich damals da auch geschrieben habe: “Ich weiß, ich bin jetzt übergriffig, weil ich das jetzt dir näher bringe, weil du hast mich nicht darum gebeten und Feedback muss gewünscht sein. Aber trotzdem mache ich es, weil ich es eben tatsächlich weiß. Und da habe ich nur gedacht und nicht dazu geschrieben: Vielleicht sähe ich jetzt hier irgendwas, was irgendwann mal aufgeht.

Annika: Ja, wenn sie dir nicht irgendwo am Herzen gelegen hätte, hättest du es nicht gemacht.

Kathrin: Und ich glaube, das hat sie anerkannt in dem Augenblick.

Annika: Ja, verstehst du was ich meine?

Kathrin: Ja.

Annika: Erstmal, dass Ernährung mit der Gesundheit zusammenhängt, ist auch viel zu wenig im Bewusstsein der Menschen. Ich denke, es gibt zwei große Bereiche: Das eine ist, man isst oder man macht Diät. Aber das Ernährung ganz wesentlich dazu beiträgt, dass man wirklich gesünder wird und dass es nicht nur damit getan ist, dass man dann dreimal die Woche einen Apfel isst, das ist so ja…. aber zum Missionieren generell, das ist für mich auch eine ganz empfindliche Sache. Ich muss dir ganz ehrlich sagen: Mir fällt das ganz, ganz schwer. Erstmal ist es so, dass in dem Umfeld, in dem ich lebe hier – nicht im Freundeskreis, aber im weiteren Kreis, in den Sportkursen und wo ich hier so rumlaufe – ganz viele gar nicht wissen, was ich mache. Das kommt dann zwar ab und zu mal so ein bisschen auf’s Tablett, aber ich laufe da schonmal nicht missionierend rum. Die Leute, die dann auf mich zukommen oder wenn man dann ins Gespräch kommt über Ernährung, da warte ich dann die Art und Weise der Antworten ab, wie die Fragen gestellt werden. Und dann merkst du ziemlich schnell, ob das überhaupt Sinn macht weiterzureden.

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass jeder seine Ernährung finden muss, mit der er gut klar kommt und sich auf Dauer wohl fühlt. Das muss auch nicht zwangsläufig für jeden Low Carb High Fat sein. Ich gehöre ganz klar nicht zu den Menschen, die  Low Carb High Fat wie eine Religion hinstellen und sage: “Du bist total bescheuert, wenn du es anders machst”. So eine extreme Form mag ich ganz und gar nicht.

Kathrin: Das Pragmatische…

Annika: Ja, aber dennoch würde ich gerne manchmal Menschen darauf ansprechen, aber dann geht mir richtig die Pumpe. Wenn das Menschen sind, die mir was bedeuten – ich weiß, dass ich es als dicker Mensch total übergriffig gefunden hätte, wenn jemand aus dem Off heraus, unerwartet, mir das gesagt hätte. Ich wäre vermutlich sofort auf die Barrikaden gegangen und ich hätte mich sehr verletzt gefühlt. Also ich jetzt. Und darum fällt mir das ganz schwer. Mit Jacqueline hatte ich das, die bei mir im Sportkurs ist und seit vielen, vielen Jahren sehr, sehr, sehr stabil, also dick war, wo ich immer gedacht habe Oh Mädchen, komm bitte. Ich kann das dann auch nicht konkret, weil ich weiß, wie ich mich gefühlt hätte und dann habe ich durch’s Auge von hinten von mir erzählt und immer wieder mal angefangen. Das ist an der abgeperlt wie Teflon. Aber irgendwann habe ich dann diesen Kurs gemacht und dann habe ich sie gefragt, ob sie nicht auch kommen möchte und da hat sie mir im Nachhinein auch gesagt, dass sie gekommen ist, weil sie gedacht hat: Ich gehe jetzt dahin, vielleicht gibt sie dann endlich Ruhe. Also gar nicht so Ich bin neugierig, sondern Boah komm, mache ich für Annika. Und jetzt ist sie total begeistert und hat 28 Kilo abgenommen. Das ist natürlich der Punkt, wo ich denke: Ja, vielleicht sollte ich mich dann doch öfter mal trauen, was zu sagen. Aber mir fällt es – muss ich sagen – sehr schwer.  

Kathrin: Eben, weil missionieren will man ja nicht. Wie du sagst, ich finde dann eher passiv missionieren, im Sinne von das Internet vollschreiben und wer dann Interesse hat, der stößt schon auf uns, wenn er es googelt und dann kann er sich das alles schön durchlesen. Das merkst du ja auch manchmal, wenn so Menschen hoch poppen, die sagen “Ich habe jetzt hier ganz viel gelesen, jetzt habe ich aber doch nochmal eine Sache, die mir auf der Seele brennt.” Die sich dann trauen die E-Mail zu schreiben und dann freue ich mich total. Dann denke ich Ah ja, guck mal! Da ist ein Leser, da ist eine Leserin und gehe dann auch gerne immer darauf ein, weil ich denke Ja! Damit helfe ich jetzt jemandem weiter und der will jetzt diesen Schritt machen. Das ist ja dieses sich verändern wollen und die Veränderung dann auch anstreben und dann bist du halt offen. Ich weiß bloß nicht, ob du nicht, selbst wenn du sagst, damals wärst du sehr verletzt gewesen – meine Frage ist, ob es nicht doch irgendwas in dir gesät hätte, was dann vielleicht schneller aufgeht. Oder kann man es wirklich gar nicht annehmen? Das ist wahrscheinlich eher eine Frage für Psychologen oder Coaches. Ist man absolut nicht offen für sowas oder kann es nicht doch irgendwie so einen kleinen Samen setzen, der dann irgendwie doch schneller sprießt, wenn er überhaupt da ist?  

Annika: Doch, das kann es sicherlich. Aber ich mag schon nicht, wenn die überhaupt verletzt sind. Ich mag schon nicht jemandem wehtun. Das fällt mir ganz, ganz schwer. Oaaah, ich kann das garnicht erklären. Natürlich hätte es einen Samen gesät und wahrscheinlich hätte ich dann auch geguckt. Nur wie du sagst: Die gangbarste Alternative ist für mich im Moment tatsächlich unsere Webseiten, wo nicht nur von uns, sondern auch noch von anderen Low Carb High Fat Seiten wirklich schöne Informationen kommen, die Lust auf mehr machen. Wenn die Leute auf die Webseite kommen, dann haben sie schon gesucht, sonst wären sie ja nicht dorthin gekommen. Ja gut, wenn sie von irgendwem was davon gehört haben, dann muss ja jemand missioniert haben bzw. was gesagt haben.

Kathrin: Der Samen muss ja irgendwie kommen. Ich war mal beruflich in München unterwegs und da saß mir eine dicke Frau gegenüber in der U-Bahn. Man muss das einfach so sagen. Die war einfach dick und sah sehr unglücklich aus und knusperte da so eine Brezel in sich hinein. Und ich saß da und dachte mir, ich muss mir das jetzt hier angucken, wie das so läuft. Wie die da sitzt und isst und dann dachte ich, wenn ich jetzt irgendwas in der Tasche hätte und ganz ehrlich: Ich hatte glaube ich sogar euren LCHF.de-Flyer in der Tasche, aber ich dachte, ich muss mal irgendwas in der Tasche haben, was eher noch ein anderer Samen ist, der nicht gleich mit so vielen Infos kommt – eher so einen Anstoß und die Idee trage ich schon lange mit mir herum. Ich komme immer wieder davon ab, aber ich denke auch immer wieder: Was könnte da drauf stehen?

Annika: Du meinst, wie ein Handbuch?

Kathrin: Ja, wie so ein Flyer oder wie irgendwas.

Annika: Oder im Visitenkartenformat.

Kathrin: Visitenkartenformat, genau, was man wirklich überall mitschleppen kann, weil ich schleppe schon 1.000 Dinge überall mit hin.

Annika: Ja, ich finde die Idee total super, aber da muss man echt gut drüber nachdenken, weil wenn du Leuten dann so eine Visitenkarte in die Hand drückst, dann ist das, wie so ein Animateur, der dich im Urlaub in den Club locken will. Ich würde dann wollen, dass das nicht so knallige Werbung ist, wo die Leute das Gefühl bekommen: Hier wird mir irgendwas verkauft, Typ Eiweißshake oder Vitaminpräparate.

Kathrin: Ja, das muss ganz schlicht sein. Diese 2ketodudes, die ich eben schon angesprochen habe, da hat der eine sich selber Vorher/Nachher auf eine Karte gepackt, aber ehrlich gesagt: Nehmen wir mal die in der U-Bahn. Dann sitzt da irgendwer daneben, guckt natürlich darauf, was ich dem dicken Menschen jetzt in die Hand drücke und dann ist da irgendwie ein Vorher/Nachher Bild drauf. Na schönen Dank auch! Das finde ich auch schon wieder sehr verletzend.

Annika: Ach wieso? Ich stehe voll dahinter, was vorher war.

Kathrin: Aber derjenige in der Situation. Überleg mal, wenn du da damals so gesessen hättest…

Annika: Ja, ja, ja, ja, jaaaa, ja, ich verstehe. Ja. Ja, was macht man da drauf? Darüber müsste man echt mal nachdenken. Das ist vielleicht eine Möglichkeit.

Kathrin: Auch jetzt an der Stelle, an die Gruppe unserer Zuhörer: Wenn ihr eine Idee habt, dann schreibt uns gerne.

Annika: Vor allen Dingen, wie kriegst du das denn auf eine Visitenkarte? Da müsstest du schon eine Klappvisitenkarte nehmen, damit das alles da drauf passt.

Kathrin: Oder Postkarte…

Annika: Ja, aber Postkarte kannst du nicht so einfach dabei haben und wenn du jemandem direkt eine ganze Postkarte in die Hand gibst, das ist doch wohl total auffällig.

Kathrin: Ja eben. Da bin ich so offen dran, aber da sage ich: Ja, es ist übergriffig, aber wenn es sich so ganz schlecht anfühlt es nicht zu tun, dann ist es vielleicht auch nicht richtig, es nicht zu tun.

Annika: Ja, das stimmt wohl.

Kathrin: Wenn die Intuition dir sagt “Mach jetzt was!”, dann sollte man jedenfalls ausgerüstet sein, was zu tun.

Annika: Ich habe ja selber aus der dicken Zeit noch diese Antennen und sehe Dinge, die Menschen, die nicht in der Situation waren, vielleicht gar nicht sehen. Aber wenn du dann sehr übergewichtige Menschen siehst, im Stadtbild zum Beispiel oder bevor sie sich hinsetzen im Café überlegen, ob das funktioniert. Das sind so Bruchteile von Momenten, aber diese Antennen habe ich noch immer sehr stark dabei.

Kathrin: Und Thema natürlich noch dazu als letztes von meiner Seite: Auch in der Familie muss ich mir immer wieder auf die Zähne beißen, wenn es heißt: Diabetes schreitet halt voran und da sagen die Ärzte, das kann man nicht aufhalten und es wird halt immer schlimmer werden und man kann ja nichts machen. Da sitze ich dann echt und sage “Nein, man kann was machen” Kopf – Tisch – Kopf – Tisch, aber es wird nicht angenommen und dann hoffe ich, dass ich hunderte andere damit erreiche, dass man was machen kann und dass da was geht und das kommt ja auch immer wieder in der Low Carb High Fat Umfrage zu tragen, was die Menschen damit erreicht haben. Auch beim Diabetes. Und dann denke ich: Ja, dann sind es 100 andere…

Annika: Ich denke tatsächlich, wenn ich es jetzt bündeln würde, dann würde ich sagen, was das eigene Umfeld angeht, selbst als Vorbild dastehen und das zu leben, da kommen dann auch viele drüber. Wenn du nicht missionierst und die gucken sich das bei dir ab, dann habe ich schon ganz oft erlebt, dass jemand dann um die Ecke kam und sagte “Weißt du, was ich jetzt ausprobiere?” Das ganz häufig und die Webseiten, aber das mit der Karte, da müssen wir drüber nachdenken. Ich finde, das ist eine schöne Sache. Dann muss ich mich wohl nur noch trauen, die zu verteilen.

Kathrin: Das muss schon passen.

Annika: Oder man könnte die vielleicht an die Menschheit verteilen, damit andere die mit verteilen. Ja, wir grübeln darüber nach.

Kathrin: Genau, genau, genau, genau. Schön! Dann bleibt es nämlich keine Mission Impossible, sondern dann machen wir eine Mission Möglich ne?

Annika: Ja, machen wir aus Mission Impossible? Mission Possible. Dann musst du dir wohl ein neues Titellied ausdenken.

Kathrin: Dum-dum-dumdumdum-dum-dumdumdum-dödödödööö

Und Ausblick 2017 – was geht noch dieses Jahr?

Annika: Wenn ich jetzt erstmal das Projekt vom Tischlein habe, dann setze ich endlich mal meine Seminartermine – habe ich noch nicht gemacht. Also vorausschauend: Ich kann das eben nicht einschätzen. Seminartermine werde ich setzen und was ich gerne noch in Angriff nehmen möchte von der Planung her ist ein Low Carb High Fat Wochenende aus dem Forum. Das haben wir letztes Jahr auch gemacht. Ich finde das immer sehr schön, aber da muss ich mal schauen. Beim Women Run haben wir uns noch gar nicht bemüht. Dann lieber mal ein ganzes Haus buchen und wer Lust hat kommt zum Selbstkostenpreis, also ohne, dass man etwas dran verdient. Da geht es wirklich nur darum zusammen zu sein und Zeit zu verbringen und sich näher kennenzulernen.

Kathrin: Ja super, das ist ja immer sehr nett. Apropos sich treffen und Wochenende: Am 11. Februar, das ist von mir aus jetzt gesehen quasi in nicht mehr 10 Tagen, ist der große erste Low Carb High Fat Kongress in Düsseldorf von Iris und Margret und ich habe das ja schon im Blog groß geschrieben: Herzlichen Glückwunsch zu der Entscheidung das zu machen und viel, viel Erfolg und alle, die dahin fahren….

Annika: Ja, ganz große Sache, ganz, ganz große Sache. Das ist für mich total schade, ich kann nicht hinkommen. Ich bin richtig traurig darüber, weil die Themen und auch die Leute, die da sprechen werden, da sind sehr viele total interessante Menschen dabei. Ich habe auch schon im Forum gesagt, ich bin da echt traurig darüber und wünsche mir, dass das ein Erfolg wird, damit unsere Botschaft weiter getragen wird, die wir alle, die wir alle gemeinsam, alle, die wir an Low Carb High Fat auf unseren unterschiedlichen Plattformen arbeiten. Ich finde es grandios und ich wünsche ganz viel Erfolg und Glückwunsch überhaupt, das so gestemmt zu haben. Aus dem Forum werden einige kommen, auch Moderatoren. Schade.

Kathrin: Aus dem Team RANF sind auch einige am Start und wir werden das sicherlich da dann auch nochmal verdauen (lacht). Deswegen, ich bin da auch mit vielen Augen und Ohren dabei. Ich feiere ja den 50. Geburtstag einer Freundin hier in Berlin und ich sprüh mir Glitter ins Haar an dem Samstag. Ich kann da also leider auch nicht. Vielleicht passiert ja nächstes Jahr auch wieder was.  

Annika: Ja, ja, dann werde ich ganz sicher dabei sein. Ich finde, das ist eine große Leistung, ganz toll.

Kathrin: Ja, also, puh! Ich schlacker mit den Ohren. Ich habe früher viele Events organisiert und ich weiß, was das heißt. Davor ziehe ich alle meine Hüte und bei mir, wie gesagt: Am 14.02. geht es weiter mit RAN ANS FETT, die 6. Staffel und ich werde wieder eine Umfrage starten. Das kann ich jetzt schon ankündigen. Die passiert dann auch wieder im Laufe des Februars. Ich denke, die läuft dann in den März rein. Das gibt mir ja immer einen tollen Aufschluss und bestätigt immer das, was ich auf kleiner Ebene im Kurs erlebe und was da so passiert bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern; wie die sich verändern durch die Ernährungsumstellung. Letztes Jahr und vorletztes Jahr waren es ja jeweils so 400 Teilnehmer bei der Befragung und ich bitte alle – auch wenn ihr jetzt schon zweimal teilgenommen habt….

Annika: Ich glaube, das hast du ja jetzt zweimal gemacht und ich finde das total interessant, weil man sieht auch ein bisschen die Entwicklung.

Kathrin: Genau, man sieht auch, wie sich die Community entwickelt. Bei Einzelnen, die bei der ersten Befragung noch neu dabei waren, die jetzt schon länger dabei sind… Selbst wenn du mal teilgenommen hast: Nimm es einfach als Gelegenheit wieder teilzunehmen und dich selbst auch zu reflektieren und zu sagen Wo stehe ich denn und was hat es mir gebracht? Da freue ich mich wieder über alle, die da frisch reinkommen und die auch Wiederholungsteilnehmer sind.

Annika: Weil du gerade sagst: Wiederkehrend teilnehmen. Ich würde da vielleicht sogar ein Fragekästchen einbauen, ob das eine wiederkehrende Teilnahme ist, weil das ist ja auch interessant – sind die noch da?

Kathrin: Ja, das stimmt. Habe ich das nicht schon? – Muss ich mal nachgucken. Ich glaube, ich habe das schon eingebaut, aber danke für den Hinweis. Ich gucke nochmal. Auf jeden Fall – ich habe schon mal teilgenommen. Doch, doch.

Annika: Okay gut, alles klar.

Kathrin: Ja, weiß ich nicht mehr, aber die Idee hatte ich auf jeden Fall mal und jetzt weiß ich nicht, ob ich es mit reingenommen habe (beide lachen) Aber da hast du völlig recht. Dann sehe ich, ob derjenige schon mal dabei war oder nicht. Und ganz tolle Sachen kriege ich da auch zurückgespielt. Letztes Mal war tatsächlich eine Teilnehmerin von RAN ANS FETT dabei, die schrieb mir dann auf, noch Monate nachdem sie im Kurs war, was es bei ihr bewirkt hat und hat alle Fragen beantwortet und ganz am Ende hat sie dann ganz nett geschrieben “Ja, hab ich doch bei dir gelernt”

Annika: (lacht) Schön!

Kathrin: Das fand ich ganz süß!

Annika: Ja, das finde ich auch toll. Ach ja. Ich denke dann oft, wir erreichen doch viele Menschen und ich hatte ja das Gewinnspiel mit Anna und Åse  – also, wenn das hier gesendet ist, dann ist es durch, da braucht man nicht mehr teilnehmen -, zum Start des Buches “Das große Low Carb High Fat Kochbuch” aus dem Riva Verlag. Ich hatte ja gesagt, entweder teilen auf Facebook oder aber eine Mail schreiben an Anna und Åse zum Start des Buchs. Irgendwas Nettes, weil ich denke, das ist auch schön für die. Ich habe da echt spannende Rückmeldungen bekommen. Ich kann jetzt nicht zu viel erzählen, aber da war auch ein Erfolgserlebnis dabei, bei einem Krankheitsbild, dass ich bei Low Carb High Fat bislang gar nicht auf dem Schirm hatte, aber wenn ich das jetzt nenne…

Kathrin: Nee, erzähl mal nicht.

Annika: Nee, aber es war wirklich sowas, wo ich gedacht habe Wow!! – Erzähl ich ich dir nachher.

Kathrin: (lacht) Und vielleicht uns hier auch mal irgendwann, …

Annika: Ja, ich muss erstmal fragen. Vielleicht hat die Person Lust mal was dazu zu schreiben.

Kathrin: Ja, aber weißt du, was ich immer denke, wenn wir so ein Feedback bekommen: Das Ganze hier macht wirklich richtig viel Sinn.

Annika: Es macht richtig viel Sinn!

Kathrin: Es gibt meinem Leben sehr viel Sinn!

Annika: Und weißt du, wenn du mal so ein nettes Feedback bekommst, das tut der Seele so gut. Weil das ist so viel Arbeit und es ist so viel Herzblut von uns da drin und ach ja. Jetzt werde ich wieder buschig.

Kathrin: Ja, aber da hast du recht. Das kommt ja auch immer mal wieder und lustigerweise denke ich dann auch manchmal: Es kommt genau in den Augenblicken, wo du denkst Oh Gott ey, warum mache ich das Ganze hier eigentlich?! Und dann kommt so eine E-Mail “Mach weiter! Das ist super” und so. Das ist ganz oft, dass es genau in dem Augenblick kommt, wenn man es braucht. Dafür auch noch einmal Danke an alle, die schonmal geschrieben haben.

Annika: Ja, das stimmt.

Kathrin: Haben wir’s?

Annika: Ich möchte noch einen Gruß loswerden und zwar an die Forengemeinschaft. Wir haben da einige, die Podcasts plötzlich ganz stark für sich entdeckt haben und ich schicke jetzt mal einen Gruß raus. Darf ich das?

Kathrin: Du darfst sogar 2 rausschicken.

Annika: Ich winke jetzt mal Granny Rose, die die Podcasts alle ganz fleiß hört und dann auch nicht müde wird, anderen davon zu erzählen, wo die zu finden sind. Ich habe ihr hoch und heilig versprochen, dass die anderen Podcasts, die ich noch nicht auf der Webseite mit eingebunden habe: Das mache ich noch! Sobald ich jetzt ein bisschen mehr Zeit habe, weil ich schreibe immer noch etwas zum Inhalt dazu und dann ist das schon etwas aufwendiger. Aber ja. Einmal gegrüßt ganz lieb von mir.

Kathrin: Cool, ja! Also, ich grüße auch ganz herzlich ins Forum. Das ist ja da, wo ich nie bin (lacht) und das finde ich umso schöner, dass ich da wenigstens auf diesem Wege mal vorbeischaue. Nehmt es mir nicht krum, aber mein Tag hat leider tatsächlich nicht die Stunden, um darein zu gehen. Ich habe mir auch von den vorhin genannten ketodudes das Forum angeguckt und war wieder im Forum und dachte: Schaffe ich eh nicht.

Annika: Man muss auch nicht alles machen.

Kathrin: Nein! Nicht jede Hochzeit.

Annika: Nein, es muss ja eine Mission Possible bleiben, ne?

Kathrin: Dum-dumdum-dum-dum. Meine Liebe, das war doch ein großes Fest! Schön, dass wir es wieder geschafft haben!

Annika: Genau.

Kathrin: Und wir telefonieren uns schnell wieder zusammen, dass wir bald möglichst auch wieder podcasten.

Annika: Ja, vor allen Dingen nicht so einen großen Abstand dazwischen. Das ist ja auch Quality Time. Das macht mir ja schon Spaß hier.

Kathrin: Ja, das ist richtig. Heute morgen bin ich hier durch ein graues Berlin – es ist kalt und unfreundlich, durch die Fußgängerzone gegangen und habe gedacht: Was bin ich für ein glücklicher Mensch, was ich heute morgen vor mir habe? Und habe vor mich her gegrinst.

Annika: Soll ich dir mal sagen, was ich jetzt mache?

Kathrin: Ja.

Annika: Jetzt ziehe ich mir die Schühchen an und fahre ins Städtchen und treffe meine Trainerausbilderin, also meine Freundin Margit und dann essen wir zusammen einen richtig schönen Salat.

Kathrin: Hmmmmmm, na herrlich. Bei mir gab es Skrei, das ist dieser Winterkabeljau oder so. Lecker! Lecker, lecker!

Annika: Gut, wir grüßen alle da draußen oder wie sieht’s aus?

Kathrin: Ja und wie immer nicht vergessen: Stück Butter dazu.

Annika: Genau, macht’s gut, tschüss!

Kathrin: Macht’s gut, tschüss, tschüss!

Annika: Tschöööö.