Monthly Archives: März 2016

Mrz 25

LCHF Podcast: Hohe Hürde Wiedereinstieg

By LCHF Institut | LCHF Podcast

Hintergrundinformationen zu diesem Podcast findest Du im LCHFblog

 

SHOWNOTES 

(@Annika, das sagt Gordon: „Shownotes ist auch hierzulande der Begriff für Shownotes :D“). 

Hier die tolle Grafik von Agata:

LCHF Grafik Agata

Annikas Links zum Thema Wiedereinstieg:

Why is low carb harder the second time around – Part 1

More thougts on why is low carb harder the second time around

LCHF-Umfrage – MITMACHEN! bitte bis 7. April

Annikas Programm und nächster Termin auf LCHFplus.de

Sehr persönlich, und doch zeit- und ortsunabhängig: RAN ANS FETT, Kathrins nächstes Gruppen-Programm startet am 5. April.

Und nachträglich: Der neue kostenlose Videokurs im Rahmen von RAN ANS FETT ist online! 5 Videos und 70 Minuten Inhalte, vor allem für Einsteiger ins Thema.

Kathrins Gerichte bei Instagram (und hin und wieder husband): @lchfcoach

Musik, noch immer sehr passend: Snowflake, There’s a better way

Du willst mehr wissen und mit LCHF loslegen oder auch optimieren? Dann nimm Dir jetzt oder in den kommenden Stunden oder Tagen Zeit und nutze den kostenlosen Videokurs auf LCHF-institut.de. Schau Dir kostenlos die fünf Videos an, darin erläutere ich viel über unsere brillante Ernährungsweise.

LCHF, Low Carb High fast, Low Carb, Abnehmen ohne zu hungern, Abnehmen mit Genuss

Diese LCHF Folge zum Nachlesen

Kathrin: Annika, Hi, wie geht es dir? Was machst du?

Annika: Mir geht es richtig gut. Ich stimme mich nämlich gerade auf Urlaub ein.

Kathrin: Ach!

Annika: Ja und ich freue mich so darauf jetzt eine Woche abzuschalten und wandern zu gehen. Ich weiß nicht, ob ich mich mehr darüber freue, dass ich ausschlafen werde und wer mich weckt, hat kein schönes Leben mehr oder einfach mal mir einfach mal den Wind um die Nase wehen zu lassen.

Kathrin: Erzählst du uns, wohin es geht?

Annika: Wo geht’s hin? Wohin fahre ich?

Kathrin: Nach Schweden?

Annika: Ja, Schätzchen. Das weißt du doch.

Kathrin: Ach wie schön.

Annika: Ja natürlich.

Kathrin: Aber ansonsten hast du ja viel Arbeit dann anscheinend, wenn du sagst “Ich freue mich auf den Urlaub”. Dann heißt es ja zurzeit ist noch irgendwie voll. Ich habe natürlich gesehen: Dein Workshop ist super gelaufen. Tolles Feedback hast du bekommen. Herzlichen Glückwunsch!

Annika: Dankeschön.

Kathrin: Erzähl mal ein bisschen!

Annika: Ja, es war am 12. März das allererste LCHF Plus Seminar in meinen eigenen Räumen und das war wieder so ein ganz besonderer Moment, weil meine Räume sind ja mein zu Hause und das war dann wie nach zu Hause einladen. Dem Ruf sind dann auch einige gefolgt. Wir hatten einen wunderschönen gepackten Tag und die Atmosphäre war Granate. Ich hatte noch einen Moment überlegt, ob ich…  Ich schicke vorher noch ganz gerne mal eine Mail oder in Berlin war es nicht so viel Info, da habe ich eine Postkarte an jeden geschickt – und da war ich echt versucht, reinzuschreiben: Sie können gerne Ihre Hausschuhe mitbringen, wenn Sie möchten (lacht) oder bequeme Socken. Ne? Weil wir sind ja bei Mutti zu Hause. Das habe ich mich dann aber doch nicht getraut (lacht)

Kathrin: Aber das ist eigentlich eine schöne Idee, den ganzen Tag …

Annika: Ja, das habe ich auch gedacht. Hör mal, den ganzen Tag da in irgendwelchen engen Schuhen… Ich habe tatsächlich – muss ich ganz kurz sagen – meine Schuhe auch ausgezogen und bin dann auf Socken lang gelaufen, weil ich mir ein dämliches Paar Schuhe ausgesucht habe, was dafür sorgte, dass ich ständig eine gewischt bekam.

Kathrin: Ah, das ist ungünstig, ja.

Annika: Und dann habe ich die doch lieber ausgezogen.

Kathrin: Und werden die dann auch auf eine Matte gelegt zwischendurch und müssen ein paar Situps machen oder?

Annika: Nein! Nein, nein, nein. Das müssten wir dann getrennt nochmal machen. In meinem Konzept ist tatsächlich eine kurze Bewegungspause drin mit dem Theraband eigentlich geplant.

Kathrin: Zum Lockern und so, ne?

Annika: Ja, zum Lockern und auch um zu zeigen: Du brauchst kein teures Fitnesscenter und du musst auch nicht irgendwo hin fahren oder irgendwas. So ein Theraband ist ein Gummiband, ein breites Trainingsband. Damit kannst du eine Menge machen. Ich nenne das immer Hosentaschen-Fitnesscenter. Ich wollte gerne drei, vier Übungen machen, dass man ein bisschen lange Schultern kriegt und so, aber jedes Mal sind andere Gespräche so vorrangig, dass wir das dann rauskürzen mussten. Das war auch in diesem Fall so. In diesem Fall war es sogar so, dass die Teilnehmer von Anfang an super offen waren und ich finde es dann ja auch interessant, wenn man so unterschiedliche Impulse und Meinungen sammeln kann. Es ist ja nicht nur so, dass ich da stehe und unterhalte mich oder rede die ganze Zeit, sondern ich lerne selber während der Seminare. Da kamen dann auch sehr interessante Inhalte auf. Wir hatten das Thema Nachbauten recht wild. Es ist ja immer was anderes, ne? Also in Berlin war es ein anderes Thema. Da warst du es ja mit der Nussschale, die du so ein bisschen aus dem Konzept gebracht hast.

Kathrin: (lacht)

Annika: (lacht) Und weil das ein sehr wertvoller Impuls war für mich und in diesem Fall – ich weiß nicht, wieso – aber es waren Nachbauten. Also süße Nachbauten.

Kathrin: Da hast du ja eine relativ dezidierte und klare Position.

Annika: Ja genau. Und doch bin ich der Meinung, dass Ernährung eine private, persönliche und sehr individuelle Sache. Und das hat sich da auch ganz klar gezeigt, denn während ich sage “Auf gar keinen Fall, das ist für mich nicht LCHF, no way, das gibt’s bei mir nicht!” war dann die zweite da, die sagte “Ich kann es nicht. Weil wenn ich das täte, würden sofort alle Dämme bei mir brechen” und sie sah mich dann auch an und sagte “Du weißt eigentlich gar nicht, was du für ein Glück hast, dass du das gar nicht magst”. Ich meine, ich weiß das, aber in der Art, wie sie das sagte, in der Stimme, da habe ich erstmal die volle Bandbreite verstanden. Dann hatten wir wiederum eine Dritte da, die sagte “Und weißt du was? Ich finde es wichtig, dass es diese Nachbauten gibt. Weil dadurch, dass ich die habe, schaffe ich es an den anderen Sachen vorbei und kann mich ungefähr am Plan halten oder mich wieder reinschwänzen. Würde ich die nicht haben, dann würde ich einknicken und mein Gesicht direkt auf diese Schachteln mit diesen hässlichen Jungen werfen”. Jedenfalls waren das dann drei unterschiedliche Ansätze zur selben Geschichte und das hat dann auch wieder ganz stark herausgearbeitet, wie individuell das ist. Also wie unterschiedlich jeder seine Ernährung handhabt. Und das ist ja wiederum das, was ich auch ganz wichtig finde, denn im Prinzip musst du ja idealerweise eine Ernährung finden, mit dem du den Rest deines Lebens… was heißt Rest deines Lebens…

Kathrin: Ja doch! Den Rest deines Lebens – natürlich!

Annika: Ja, gut. Ne? Aber klarkommst…

Kathrin: Den Rest dieses langen Lebens, weil wir werden dann ja …

(beide lachen)

Annika: Oder anders gesagt: Die Ernährung soll zu dir passen und nicht zu deiner Ernährung. Wobei – also mit diesem ganzen langen Leben, da hatte ich letzte Woche den Fall, dass eine junge Frau angefangen hatte mit Low Carb High Fat, sie ist wiederum in einem Kurs von mir, die dann ein bisschen zauderte und sagte “Weißt du? Ich glaube ich kann das nicht. Ich esse doch so gerne Nudeln und Reis und Kartoffeln. Ich kann nicht mein ganzes Leben darauf verzichten”. Und da habe ich ihr nur geantwortet, dass sie doch jetzt an dieser Stelle gar nicht ihr ganzes Leben verkauft, sondern das erstmal versuchen und ausprobieren soll. Denn nur dann kannst du ja entscheiden, ob es was für dich ist.

Kathrin: Genau, gute Antwort, weil tatsächlich ich ja immer wieder zurückgespielt bekomme – sowohl jetzt gerade in der Umfrage als auch bei meinen Teilnehmern von RAN ANS FETT, die dann wirklich auch expressis verbis auf der Infoseite sagen “Ich hätte nicht gedacht, dass ich es nicht vermisse”, aber dazu muss man erstmal in dem Zustand auch sein.

Annika: Ja, das war bei mir genauso. Mein zweiter Vorname war Pasta und Brötchen. Und hättest du mir das ein paar Jahre davor gesagt, da hätte ich dir den Vogel gezeigt. Das war belegte Baguettes und Mettbrötchen. Wie gesagt, Schokolade war glücklicherweise nicht meins, aber rein theoretisch könnte ich dann jetzt auch sagen “Ich mochte so gerne Nudeln und ich mochte so gerne Brötchen, deswegen backe ich mir die nach”, aber da ist irgendwie kein Bedürfnis.  

Kathrin: Ja, herrlich. Da kannst du wirklich glücklich sein.

Annika: Ja, das bin ich auch. Das habe ich wie gesagt in dem Moment erst richtig erfassen können, weil mir das so plastisch… Vielleicht weißt du was ich meine.

Kathrin: Ich weiß total was du meinst. Ich baue ja wirklich viel weniger nach als das am Anfang meiner LCHF Zeit war. Also jetzt im Jahre Nr. 4 ist es wirklich richtig wenig.

Annika: Oh. Das übrigens haben auch welche zurückgespielt.

Kathrin: Ja, was?

Annika: Das sie es am Anfang “brauchen” oder für sich nutzen, aber es mit der Zeit immer unwichtiger wird.

Kathrin: Das ist meine Theorie und das habe ich neulich wieder von einer Teilnehmerin von dem 6 Wochen Selbstlerner erfahren mit der ich gesprochen habe, die auch gesagt hat “Ehrlich gesagt: Ich mache mir mein Eiweißbrot und damit bin ich fein und ich nehme damit ab. Und irgendwie habe ich den Eindruck, ich brauche das noch” und dann sagte sie schon “noch”, was mich dann auf die Idee brachte und dann habe ich auch zurückgespielt “Ja, ich hieß auch Kathrin Eiweißbrot Koehler lange Zeit”. Das ist wirklich stark zurückgegangen. Ich esse das ja immernoch hin und wieder gerne, ich gebe es ja zu. Aber deutlich weniger. Das hat sich total verschoben. Ich meine, 4 – hallo?

Annika: Ich weiß noch wo ich dich das erste Mal getroffen habe, wo wir in Köln waren. Da ist das echt schon vier Jahre her alles?

Kathrin: Ja.

Annika: Mann… Boah, sag doch sowas nicht!

(beide lachen)

Kathrin: Ja, also das war so dein Aha-Moment vor Ort in deinem Kurs? Schön zu hören, weil als wir in Berlin in deinem Seminar waren – das heißt doch auch “Entpuppt” oder?

Annika: Nee, das heißt einfach nur LCHF Plus Seminar.

Kathrin: Achso. Für mich bist du immer “Entpuppt”.

Annika: Ja, aber das kannst du auch gerne so nennen. Lieb Ding hat viele Namen.

Kathrin: Also, als wir im LCHF Plus Seminar waren – mööp, da sind hier meine Geburtstagserinnerungen weg – da hatte ich auch so einen Aha-Moment von einem Thema, was ich überhaupt noch gar nicht auf der Agenda hatte, nämlich eine Teilnehmerin, die um die Ecke kam und sagte “Warum ist das so: Ich habe LCHF gemacht und bin rausgekommen und jetzt ist es viel schwerer wieder reinzukommen?” und ich dachte so “Ja äh, ist das so?” Weil ich bin ja nie rausgekommen. Es ist also nichts, was ich persönlich kenne. Vieles kennt man ja persönlich und dann kann man da gut etwas zu sagen und da dachte ich “Aha… guck mal, da ist ein Themenbereich ein völlig blinder Fleck” und dann habe ich zu dir gesagt “Annika, da müssen wir einen Podcast drüber machen!” Und das machen wir heute. Da kommen wir mal zum Thema. Das war jetzt eine lange Anrede dafür.

(beide lachen)

Wir haben auch noch gar keinen richtigen Titel dafür. Den finden wir noch hinterher, aber: Wieder reinkommen – warum ist das so schwer? Das ist so der Arbeitstitel dafür und tatsächlich haben wir ja im Vorfeld gesprochen, dass ich dich heute einfach interviewe, weil du natürlich aus der Sicht der langjährigen Forenkennerin und langjähriger Autorin und was du alles bist – deine Expertise ist heute gefragt, Schätzelein.

Annika: Alles klar, du willst nur nicht selber denken.

Kathrin: (lacht)

Annika: Gib es doch einfach zu!

Kathrin: Es ist Freitag und die Woche war lang. Also, das ist heute so unsere Verteilung, wobei ich dann einfach mal rauskomme mit der Frage: Die Teilnehmerin, die das da geäußert hat… war das was, wo du sagst “Ja, das habe ich schon ganz oft gehört. Das kommt wirklich häufig vor” oder ist das was, was eher selten vorkommt?

Annika: Doch, das kommt tatsächlich häufiger vor. Ich muss jetzt gerade zu meiner Schande gestehen, dass ich dazu auch einen interessanten Link habe. Der ist von Dr. Michael R. Eades und es ging darum, warum es so schwer ist, ein zweites Mal wieder hineinzufinden in Low Carb war es, glaube ich in dem Fall. Der hat auch sehr viele körperliche Thesen. Die habe ich jetzt nicht auf der Latte. Ich habe die nicht medizinische Sache oder den psychischen Hintergrund, weshalb ich denke, dass es schwierig sein könnte. Wenn ich dann Menschen damit konfrontiere und sie sagen es ist schwer, dann merkst du richtig, dass es rattert und wir auf jeden Fall sagen “Oh das stimmt. Da muss ich nochmal drüber nachdenken. Das checke ich”.

Kathrin: Hm, also schon etwas, was dir häufig begegnet?

Annika: Ja. Nicht jeder kommt rein, zieht das durch und bleibt dabei. Es gibt auch Menschen, die kommen häufiger. Also nicht nur das zweite oder dritte, sondern auch das vierte und fünfte Mal wieder, weil sie dann irgendwann zwischendurch abbrechen. Ich sage ja immer: Low Carb High Fat ist keine Universalernährung für alle. Ich kann dann auch nicht sagen, ob das wirklich deren Ding ist. Aber ich sage mal generell ist es wohl so und das sage ich  aus Sicht eines ehemals sehr schweren Menschen, das weiß ich von mir selber – wenn du einmal mit irgendeiner Methode einen guten Antritt hattest und wirklich etwas bewegt und verloren hast, selbst wenn du später fest davon überzeugt warst “Das ist nicht meins” und bist mit klarem Hirn ausgestiegen – wenn man es dann nicht irgendwie anders schafft, man kommt immer wieder zurück, weil man mal Erfolg damit hatte.

Kathrin: Ja, ich habe es jetzt auch schnell in meinem System gefunden, das erinnert mich an eine schöne Illustration von der Agatha. Da steht eine Frau auf der Waage und hat eine Denkblase mit einem LCHF-Ritter auf einem Pferdchen und dann steht da drunter “Ich habe das Gefühl, LCHF ist oft der letzte Ritter, den wir zur Rettung rufen. Kein weiterer ist danach so toll. Wer ihn weg schickt, vermisst ihn schnell und ruft auf keinen Fall einen anderen :-)”. Das könnten wir auch einspielen in die Artikel und in die Shownotes.

Annika: Das passt natürlich wie die Faust auf’s Auge jetzt. Damit will ich nicht sagen, dass das wirklich der glänzende Ritter ist. Aber wenn man mal Erfolg hatte kommt man immer wieder, dennoch gebe ich zu bedenken – das ist mit LCHF nicht anders als mit anderen Ernährungsformen – man muss seine finden. Nicht die, mit der die Nichte der Mutter der Frisörin mal was verloren hat, sondern das was einem selber hilft. Es muss ja zu einem passen. Das ist ja das, was ich eingangs schon sagte: Es muss deine Ernährung sein.

Kathrin: Hmm, aber jetzt mal Butter bei die Fische: Warum ist es denn jetzt so schwer beim zweiten Mal wieder reinzukommen? Was sind deine Theorien dazu?  

Annika: Die Theorie die ich ganz vorne habe ist für mich, wenn man das allererste Mal mit LCHF anfängt, dann liest man sehr, sehr viel. Das ist Neuland, man saugt diese Infos in sich auf und viele gehen hin und nehmen dann von LCHF.de den Flyer und da steht ganz klar drauf auf der linken Seite “geeignete Lebensmittel”. Und dann sagen wir im Forum auch ganz gerne: Mache es dir einfach. Am Anfang nimmst du einfach nur die linke Seite der geeigneten Lebensmittel und schon bei Maßvoll steht bei uns auf dem Flyer drauf “Achtung Milchprodukte, Nüsse usw. können bremsen. Versuch das erst, wenn du fertig bist mit der Abnahme und dann schau mal, wieviel du davon vertragen kannst”. Diesen Flyer liest man als Neuling sehr genau und vielleicht liest man auch ein Buch sehr genau, ich sage mal strikt – also eine klare Linie. Und dann fängt man an und hält sich auch daran. Mit der Zeit schaut man sich ein bisschen um und – das gab es früher nicht, wo ich mit LCHF angefangen habe –  es gibt mittlerweile nichts, was nicht in irgendeiner Form nachgebaut wird. Ich mag dieses Wort “nachbauen” eigentlich gar nicht mehr.

Kathrin: Nee, ich mag es auch nicht mehr, aber…

Annika: Aber ob es jetzt Brot ist oder Süßspeisen, Kuchen, Torten, gebrannte Mandel, also es gibt alles, dann sehe ich mich halt um. Ich finde die und wenn ich das dann ein paar Mal praktiziert habe und ich hatte das in meine Ernährung eingebaut, wenn ich dann weg war und ich komme wieder, dann kenne ich alle Tricks.

Kathrin: Ah, dein Repertoire ist auf dem alten Stand und nicht auf dem Anfängerstand.

Annika: Genau. Und du hast dann alle Tricks schon auf Lager und das macht es sicherlich schwieriger. Das ist das erste Ding was sein kann. Das Zweite ist – das vergisst man vielleicht auch ein bisschen – bei denen, die LCHF zum abnehmen machen und das ist ja ein großer Teil, und dann das zweite Mal wieder einsteigen, dann kann es sein, dass das zweite Startgewicht deutlich niedriger liegt, als beim ersten Mal.

Kathrin: Ja.

Annika: Also im Idealfall hat man im ersten Durchgang – ich sag jetzt einfach mal – 20 kg abgenommen, fällt aus dem System und denkt dann irgendwann nachdem man 5 kg zugenommen hat “Ich steige wieder ein”. Dann liege ich aber 15 kg unter meinem ehemaligen Startgewicht. Und je weniger man zu verlieren hat, umso langsamer geht es.

Kathrin: Das möchte ich noch etwas näher ausführen, falls einer eher neu ist bei Low Carb High Fat. Es ist ja schon so, dass wir nach einem gewissen Energiebedarf essen, der auch in Abhängigkeit zu unserem Gewicht ist. Wenn ich 100 kg wiege, dann habe ich einen anderen Energiebedarf, als wenn ich 80 kg wiege.

Annika: Es sei denn ich bin zwischendurch zur Sportgranate mutiert und habe vorher nur die Couch gepflegt und bin dann zwischenzeitlich zum Halbmarathonläufer geworden und habe dadurch meinen Energiebedarf erhöht.

Kathrin: Das ist auch eine schöne Ausnahme. Ja klar! Genau, halten wir mal dieses Merkmal der körperlichen Bewegung auf einer Ebene – ist immernoch so wie vorher, aber 15 kg weniger. Das sind als 15 kg weniger, die sich auf meinen Energiebedarf auswirken und in der Verteilung der Makronährstoffe Eiweiß, Kohlenhydrate und Fett, ich eben insgesamt in der Proportion mich gleich ernähre, aber insgesamt die Dinge auf dem Teller etwas schrumpfen sollten in der Größe. Aber ich habe eventuell noch ein anderes Bild im Kopf, wenn ich ein fotografisches Gedächtnis habe – Auf dem Teller lagen schöne Portionen als ich angefangen habe!

Annika: Ja, aber es geht auch noch anders. Viele tracken ja und schreiben auf was sie gegessen haben und führen ein Ernährungstagebuch, steigen wieder ein und sagen einfach “Och, ich esse einfach genauso, wie ich damals am Anfang gegessen habe. Das hat ja damals auch funktioniert”. Und da könnte es dann von der Menge nicht passen.

Kathrin: Ah ja. Und irgendwann trackt man ja vielleicht auch gar nicht mehr, weil es gut klappt.

Annika: Ja. Und da bist du schon bei Problem Nr. 3. Du bist ja Profi, wenn du wieder einsteigst. Dann hast du alles schonmal gehabt und hast alles schonmal gemacht. Du weißt ja wie das geht und dann machst du einfach. Ich kann aus meiner eigenen Erfahrung sagen: Am Anfang misst und wiegt man, schaut genau drauf und wenn man das irgendwann sein lässt – Mengen haben die Tendenz mehr zu werden. Bei mir ist es so, ich kann schleichend immer mehr essen und weil es nicht sprunghaft, sondern so nach und nach kommt, merkst du es nicht so. Das heißt, du glaubst es ist dasselbe, aber das ist es gar nicht. Und da könnte es natürlich ein ganz schöner Augenöffner sein, wenn man dann doch nochmal ein, zwei Wochen protokolliert und schaut, was man da eigentlich macht.

Kathrin: Ja, um sich sozusagen wieder neu zu justieren und einzuprägen, was in etwa gute Mengen für einen sind, die man wirklich auch benötigt. Wie groß müssen die Portionen sein?  

Annika: Ja, genau so. Ich hatte es auch mal konkret, dass jemand da war und sagte “Ich verstehe Sie. Ich bin jetzt wieder eingestiegen und beim ersten Mal hat das so super geklappt”. Die Person hatte aber zum Glück sehr genau notiert, was sie in den letzten zwei Wochen gegessen hatte. Ich habe da einen Blick drauf geworfen und es war dann eine Proteinmenge am Tag, die fast an die 300 Gramm dran kam. Und dann habe ich gesagt “Aber so viel hast du doch früher mit Sicherheit nicht gegessen”. Ja, da hatte man nicht drüber nachgedacht. Aber es war dann weit hinten in der Erinnerung das, was man vorher gemacht hatte. Das war es aber nicht. Siehst du? Da muss ich noch nachfragen, ob das Justieren da geholfen hat.

Kathrin: Ja.

Annika: Das ist das wichtigste. Dann eine Theorie, die ich jetzt nicht beweisen kann ist: Wenn ich einer derjenigen bin, die LCHF anfangen und wieder rausfallen nach wenigen Tagen und wieder anfangen und wieder rausfallen und anfangen und wieder rausfallen: Ich könnte mir fast vorstellen, dass der Körper dann irgendwann sagt, wenn man dann wieder anfängt “Den Gag kenne ich. Das hatten wir schonmal. Wir sitzen das aus. Das schafft die nicht länger als drei bis vier Tage” und das er deshalb schon nicht bereit oder verwirrt ist oder was auch immer und da nichts mehr frei lässt. Das sind so vier Punkte, wo ich denke, darüber sollte man in dem Fall nachdenken.

Kathrin: Ja, und die Empfehlung ist ja tatsächlich, wenn man rausgeflogen ist aus der Kurve und wieder rein will, einfach wieder zurück in den ordentlichen Anfängermodus. Wirklich clean linke Seite aus dem Flyer essen und genau darüber nachdenken, was wiege ich heute und was wog ich damals? Und nicht diese Schluderigkeit.

Annika: Und über die Mengen nachdenken.

Kathrin: Ja, über die Mengen nachdenken und nicht meinen, man ist Profi. Sondern wieder schön auf die Schulbank zurück und das, was vielen am Anfang gut tut: Sich bewusst werden, was auch Fettmengen und Proteinmengen betrifft. Da einfach nochmal ganz sauber neu aufsetzen.

Annika: Da kann ich dir sogar ein praktisches Beispiel liefern aus meiner kleinen Schatztruhe der eigenen Erfahrungen: Ich habe im Zuge dessen, dass mein LCHF Anfängerkurs vor drei Wochen gestartet ist – Mittwochsabends bei mir im Headquarter – gesagt: Och, da machste mit. Also wenn die das machen, dann machst du mit. Dann begleitest du dich selber mit den anderen zusammen und bei mir war es in den letzten Monaten und Jahren so, dass ich in erster Linie LCHF gegessen habe. So wie ich es kannte. Ich habe auch auf die üblichen verdächtigen verzichtet, aber ich habe mir wenig Gedanken über Mengen gemacht. Ich habe halt gegessen, wenn ich Hunger hatte und habe gegessen bis ich keinen Hunger mehr hatte und hatte für mich auch wenig Druck, weil zugenommen habe ich dadurch auch nicht sonderlich. Das war alles angenehm. Zwischendurch hat es mich aber gefuchst. Das weißt du ja selber. Mein dreckiges Dutzend was ich abnehmen will und so. Und dann habe ich gedacht “Back to Basics, dann packst du mal deine alten Techniken aus”. Also 1.600 bis 1.800 Kalorien und Proteinmenge und habe mir dann die App FDDB Extender auf’s Handy geladen. Dann habe ich vorher geplant, sodass es passte von der Bilanz und alles eingetragen. Da kannst du auch schön Mineralstoffe und Vitamine gucken, dass du das auch richtig verteilst. Das war ein toller Tag. Dann sollte ich den, den nächsten Tag nehmen. Ich habe mir die Sachen auf den Teller gepackt und ich war so frustriert. Das war so wenig! Das war ja soo wenig. Wenn ich die Mengen betrachte, die ich jetzt üblicherweise damals zu mir genommen habe zum Abnehmen und von denen ich weiß, sie sind für mich die richtigen, wenn ich wirklich vernünftig abnehmen möchte – ganz ehrlich: Ich befürchte, ich habe… also wenn das 1.600 bis 1.800 Kalorien sind, dann habe ich in den letzten Monaten spielend 3.000 am Tag gegessen.

Kathrin: Ehrlich, ja?

Annika:  Ja. 2.500 bis 3.000.

Kathrin: Booooah.

Annika: Und das Gläschen Wein noch nicht eingerechnet. Das kommt dann ja noch dazu. Ganz ehrlich… ich habe ja immer gesagt: Mit zu viel LCHF kann man zunehmen. Da bleibe ich auch voll dahinter, aber eins wurde mir dadurch ganz klar gezeigt: Du musst schon ganz deutlich gründlich zu viel essen.

Kathrin: Wobei, bei dir wissen wir ja natürlich, dass du ne alte Sportsgranate bist und so richtig schön verbrennst. Bei 1.600 unterschreitest du natürlich auch. Das sind ja nicht 80%, sondern vielleicht auch sogar noch ein bisschen weniger, oder?

Annika: Ich finde das auch immer total schwierig. Da können wir direkt das nächste Thema anschneiden. Das ist auch eins von meinen liebsten. Wer sagt mir denn, wie hoch mein Tagessatz ist? Das ist total witzig: Ich will seit Jahren meinen Grundumsatz messen lassen.

Kathrin: Natürlich! Das kannst du doch messen.  

Annika: Das ist ja total süß. Ich muss dahin und Maske auf’s Gesicht, Grundumsatz, Leistungsumsatz usw.

Kathrin: Ja.

Annika: Mittlerweile – weil ich das dann immer erzähle – waren aus dem Seminar schon zwei zur Grundumsatzmessung. Im ernst! Und ich immernoch nicht.

Kathrin: Immernoch nicht! (lacht)

Annika: Jedenfalls: Ich weiß halt nicht, was ich verbrauche.

Kathrin: Ich glaube schon, dass du durch diese ganzen Sportkurse und deinen Sport, den du machst, einen höheren Umsatz hast. Aber gut. Hat es dich jetzt schon torpedoartig in eine andere Richtung gebracht?

Annika: Ja, es hat mich tatsächlich torpedoartig in eineinhalb Wochen um 1,8 kg gebracht. Das habe ich seit langem nicht mehr gehabt. Weißt du, was ich festgestellt habe? Es hat mich zwar um 1,8 kg gebracht, aber es setzt mich so ein bisschen unter Druck. Weil ich dann auf einmal wieder viel mehr gedanklich um’s Essen kreise.

Kathrin: Ja, was du sonst nicht mehr hattest.

Annika: Nee, was ich gar nicht mehr hatte. Und jetzt ist halt die Frage: Ist das überhaupt alles nötig. Und dann sage ich mir: Ja, das ist nötig.

Kathrin: Da sind wir auch noch bei einem Punkt, den wir eben noch gar nicht hatten: Leidensdruck?

Annika: Ja genau. Der mangelnde Leidensdruck macht es natürlich auch schwierig beim zweiten Mal. Da hast du völlig recht.

Kathrin: Weil, das ist ja eins meiner großen Themen.

Annika: Ja, wenn du nicht mehr 120 kg wiegst, sondern nur noch 80 kg wiegst, dann ist natürlich nicht mehr derselbe Druck dahinter und auch nicht mehr derselbe Elan. Ich kriege ja alles. Ich kann mich bewegen, ich kann Liegestütze mittlerweile.

Kathrin: Du kaufst von der Stange, es geht dir gut, du fühlst dich gut in deinem Körper.

Annika: Genau, ich falle nicht auf. Ich bin natürlich immernoch propper, ne? Aber ich kann ganz normal leben. Wobei, ganz ehrlich? Es gibt viele Menschen, die wiegen 160-180 kg und haben keinen Leidensdruck. Aber das ist wieder ein ganz anderes Thema.

Kathrin: Das ist wieder ein anderes Thema, genau. Aber dieses Leidensdruck-Thema ist sicherlich beim zweiten Mal auch tatsächlich eine Hürde, warum man nicht so gut wieder reinfindet. Weil da eine gewisse Motivation weg ist.

Annika: Jetzt hatte ich ja diese 1.600 bis 1.800 Kalorien und das fällt mir schwer. Alles andere wäre für mich jetzt gerade gelogen. Dann habe ich mir überlegt: Pass auf. Wenn du bislang tatsächlich um die 2.500 bis 3.000 Kalorien gegessen hast und damit nicht zugenommen hast und dann einfach sagst “Komm: 2.000 bis 2.200 ist bei meinem Sportpensum immernoch eine schöne Zahl” und ich einfach mal bitte so viel Gnade für mich selber entwickeln würde. Bei mir gibt es irgendwie nur 0 und 1. Entweder ich mache auch nix mit Abnehmen oder ich übertreibe es volle Suppe. Wenn ich jetzt aber einfach hingehe und sage “Pass mal auf: 1 Kg im Monat wird jetzt wohl mal reichen”. Klingt jetzt total wenig. Das sind 250 gr die Woche, aber ganz ehrlich: in 12 Monaten sind das auch 12 Kilo.

Kathrin: Aber das funktioniert bei mir auch nicht. Das ist ein dauerhafter Plan, der nicht aufgeht.  

Annika: Naja gut, aber mit diesem Zack Zack Hin und Her ist auch nicht gut.

Kathrin: Das findet der Körper nicht gut.

Annika: Ich muss jetzt für mich beschließen, wie ich vorgehen möchte. Ich hatte das im Blog auch öfter gesagt, dass ich anfange. Dann hatte ich wieder keinen Bock mehr dadrauf und und und. Das hat mich ja nun jetzt kein Kilo weiter in die richtige Richtung gebracht. Mein Ziel ist immernoch dasselbe irgendwie gewesen. Ich versuche das jetzt einfach mit Entspannung und ich tracke weiter. Dann schauen wir mal was passiert.

Kathrin: Ja cool! Da haben wir ja glaube ich ein Thema, was wahrscheinlich eher in die Fortgeschrittenen-Ecke gehört, aber was tatsächlich ein interessantes Phänomen ist, wie ich finde. Beim zweiten Mal ist es eben deutlich schwerer.

Annika: Ja, und wie gesagt, zu den medizinischen Dingern: Es ist wohl ein englischer Text von Dr. Eades, aber der hat sogar zwei Teile. Ich suche den nachher raus. Ich fand es interessant zu lesen und da geht es auch ein bisschen um die hormonelle Lage. Ich glaube ein Argument war auch bei Frauen auf jeden Fall, dass wenn man irgendwann älter wird, dann ist das auch mit den Hormonen anders. Ich gebe einfach die Links, dann könnt ihr schauen.

Kathrin: Ja, genau. Das stellen wir dann da ein.

Annika: Oder ich übersetze den Text mal. Das wäre vielleicht auch interessant. Ich frage den, ob ich das übersetzen darf für LCHF.de.

Kathrin: Ja, das ist doch super.

Annika: Sooo, und was gibt es bei dir denn Neues?

Kathrin: Was gibt’s bei mir Neues?

Annika: Ja, wie lange haben wir denn nicht telefoniert? 3 Wochen? 4?

Kathrin: Ja so was. Es war ja viel los, ne?

Annika: Ja.

Kathrin: Ich bin noch im aktuellen Gruppenprogramm von RAN ANS FETT 3 und bin aber schon in Aussicht auf das Nächste. Und die aktuelle Gruppe ist echt cool! Also, was sich da wieder abspielt im Sinne von einerseits Abnahmen, da bin ich total happy. Aber auch was so daneben passiert, abseits des Tellers sage ich ja immer. Ich habe neulich echt gedacht “YEAH” Da kam über die LCHF-Umfrage…

Annika: Stimmt! Läuft die noch?

Kathrin: Die läuft noch und die läuft noch bis zum 07.04. Also lieber Hörer, liebe Hörerin, falls du noch nicht an der LCHF-Umfrage teilgenommen hast, dann kommst du mal auf meinen Blog und suchst den Artikel dazu. Das ist der ganz oben oder der zweite.  

Annika: Wir können das ja auch verlinken.

Kathrin: Haaa Shownotes!! Umfrage… genau. In den Shownotes findest du also den Link zur großen LCHF-Umfrage und wir haben jetzt schon mehr als 350 Teilnehmer.

Annika: Wow!!

Kathrin: Ja, ja!!

Annika: Wieviele hattest du das letzte Mal oder lässt du hier nicht so tief blicken?

Kathrin: Doch, doch!! Da waren es als ich den Bericht geschrieben haben, glaube ich so 380 oder sowas. So ganz genau weiß ich das jetzt nicht mehr, aber sowas um den Dreh. Und danach tröpfelten dann auch noch Leute herein. Ich hatte das dann nicht abgeschlossen, weil da kommen ja tolle Statements und Meinungen. Da kommen ganz viele tolle Geschichten.

Annika: Du hast ja immer so offene Fragen, ne?

Kathrin: Genau, ich habe immer ein paar offene Fragen. Und da habe ich jetzt auch wieder gesagt “Ey, alter Schwede!!!” Und zwar kam hier folgendes rein – das habe ich mal rausgesucht, anonyme Teilnehmerin. Das hat sie als Liste dort reingeschrieben und auf die Frage “Was bringt dir LCHF?” hat sie geantwortet:

  • Ich fresse nichts mehr in mich hinein.
  • Ich lasse mir nicht mehr alles gefallen.
  • Ich stehe für meine Bedürfnisse ein.
  • Ich habe mehr Selbstbewusstsein.
  • Die Meinung anderer interessiert mich immer weniger, wenn es um mich als Person geht.
  • Ich achte mehr darauf, dass ich Genussmomente im Leben habe.
  • Waldspaziergänge.
  • Bewusste Unternehmungen mit der Familie.
  • Ein schönes Buch lesen etc.

Da dachte ich schon “Wie geil ist das denn!?” Das ist so meine Linie, die ich immer predige, dass das eben so viel mehr ist, als abnehmen. Und dann schreibt sie ganz unten – wie gesagt: anonym! Also, melde dich bitte mal!

  • Ich hatte dank RANF Kurs alle Infos bekommen, die ich brauchte.

Und ich so “Joo, okay!” Also, das hat funktioniert und da habe ich mich total gefreut.

Annika: Schön!

Kathrin: Ja, aber leider hat sie nicht ihre E-Mail Adresse oder so hinterlassen, das kann man unten angeben, aber das hat sie nicht gemacht.

Annika: Aber jetzt mal im ernst ne? – Die Frage ist: Was bringt dir die LCHF-Ernährung?

Kathrin: Warte mal, ich kann noch mal genau gucken, wie die Fragestellung ist, wenn du möchtest.

Annika: Ja, ja, okay.

Kathrin: “Habe ich einen für dich wichtigen Punkt ausgelassen? – Hier ist Platz dafür. Ich freue mich auf dein Feedback, deine Gedanken, Erfahrungen. Und wenn dir dazu erst in ein paar Tagen etwas einfällt, schreib’ mir einfach eine Mail.” Also, es ging ja die ganze Zeit um Low Carb High Fat und da kann man nochmal so richtig reinhauen, was einen beschäftigt. Du, und ich fand es einfach großartig.

Annika: Ich finde es auch total großartig, weil das ist ja das, was ich auch immer mit LCHF Plus vermitteln möchte. Es ist nicht nur Ernährung. Es ist Ernährung und es ist der Körper, der Umgang mit dem Körper, Bewegung und ganz viel, was innen passiert. Es kann sich so vieles ändern. Das ist so eine spannende Reise und dass dann in so einer Auflistung eigentlich kein einziger Ernährungspunkt drin ist… Das sind alles Punkte, die was mit der Persönlichkeitsentwicklung zu tun haben.

Kathrin: Ja, das ist echt krass und das erleben eben auch einige gerade im aktuellen Kurs. Das finde ich total schön zu sehen und da sind wir ja in einem schönen abgeschlossenen Raum, wo eben auch die Offenheit da ist, das dann zu diskutieren. Da hoffe ich natürlich auch im nächsten Gruppenkurs drauf. Der geht am 5. April los. Das heißt, jetzt ist gerade die Phase, wo ich ein bisschen dafür trommele und alle herzlich einlade, sich damit auseinanderzusetzen, ob es nicht Sinn macht innerhalb einer Gruppe, die Themen die man tatsächlich a) mit der Ernährung hat, wenn man da noch feilen will, aber so wie wir es sehen. Und ich schreibe das nicht so offen auf die Infoseite bislang drauf, weil ich immer denke, da verspreche ich so Dinge, kann ich die wirklich halten? Aber ich sehe es immer wieder bei den Teilnehmern. Die kommen teilweise so gefrustet von den vielen Diäten; Selbstbewusstsein eher auf einem normalen Level; so ein bisschen vorsichtig; dann haben sie Angst zum Teil vor der Digitalität und das sie sich nur online austauschen können. Und die Erfahrung ist beim Rausmarschieren: Es ist unglaublich wie vertraut man arbeiten kann, wenn es online ist. Man muss natürlich selber den Po hoch kriegen und eigenverantwortlich arbeiten. Dann kann man aber auch richtig was aus sich herausholen. Das bekomme ich gerade zurückgespielt aus der aktuellen Gruppe und bin mega happy, bin super zufrieden mit meinem Angebot. Ich mache da auch ein breites Kreuz, was ich da so entwickelt habe im letzten Jahr und freue mich jetzt auf die nächste Runde. Ich bin ganz gespannt, was da dann wieder für Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazustoßen und der liegt jetzt so vor mir. Ich bin immernoch daran, tolle Sachen einzubauen und dran rumzuschrauben und habe Spaß.

Annika: Ja, das klingt doch mal richtig rund. Aber was du da gerade gesagt hast – es ist wirklich Arbeit. Man muss ja schon lesen, machen, tun usw., sich mit sich selbst auseinandersetzen, mit der Ernährung, mit der eigenen Gesundheit. Aber ich finde, das ist auf eine nette Art und Weise, sich selber wertzuschätzen.

Kathrin: Ja.

Annika: Das ist einer meiner liebsten Ausdrücke, auch immer Thema im Seminar ist: Egolution. Also diese Mischung aus Egoismus und Revolution – also Ego-Lution. Das spielt eine ganz große Rolle und in dem Moment, wo ich mir Zeit widme und mir Zeit einräume, auch wenn es Arbeit ist, bin ich gut zu mir selbst. Ich finde das total toll und dieser anonyme Ausfüllerin kann ich nur gratulieren. Ich finde das total super. Das klingt nach einem breiten Grinsen.

Kathrin: Ja! (lacht)

Annika: Wirklich, total schön, ja.

Kathrin: Das ist manchmal auch eine Diskussion, wenn mich Leute fragen “Was bringt dir denn jetzt diese Ernährung und warum bist du da so überzeugt?” Wenn ich mich wirklich mit jemandem intensiv darüber unterhalte, dann komme ich am Ende auch immer genau auf diese Punkte. Ich bin über die Ernährung natürlich reingekommen wie alle, aber dass dann noch so viel mehr dahinter ist, das finde ich so erstaunlich. Ich sage dann auch immer gerne “Naja, der Zucker verklebt dir nicht mehr das Gehirn. Du siehst klarer und du blickst auch klarer auf dich.” Das ist auch manchmal nicht schön. Auch das erleben meine Kursteilnehmer zum Teil. Aber dafür reflektieren wir das dann ja auch und dafür sind wir dann auch füreinander da. Daraus dann die richtigen Schritte abzuleiten und gemeinsam zu sagen “So – jetzt zack, zack, zack”. Das ist einfach super spannend und macht mir immer viel Freude. Das ist auch was, was ich am Anfang gar nicht abgesehen hatte, aber es ist tatsächlich etwas, was ich für mich selber auch festgestellt habe. Es gibt ja auch Menschen – das hatte ich bei dir in Berlin im Workshop auch erzählt – die durchaus auch eine charakterliche Veränderung mit sich gebracht haben.

Annika: Ich weiß nicht, ob das eine charakterliche Veränderung ist, aber das ist vielleicht dieses Freilegen des tatsächlichen Charakters.

Kathrin: Oder das, ja.

Annika: Ich weigere mich ein bisschen zu sagen… Ich sag mal: Ich habe meinen Charakter aus Diversitäten befreit. Da bin ich bei.

Kathrin: Jaaa, ist doch eine runde Sache hier, oder? Haben wir alles gesagt?

Annika: Nee, ich wollte einfach nur eine Runde angeben.

Kathrin: Na bitte.

Annika: Wir haben in den letzten Tagen irgendwann das 5.000ste Mitglied im LCHF.de – Forum. Yeaaah!!!

Kathrin: Geil! Herz-li-chen Glückwunsch!!

Annika: Dankeschön! 5.000 ist so eine unglaubliche Summe. Gut, die sind natürlich nicht alle aktiv, man kommt, man geht usw. Das ist wie in jedem Forum, aber wenn ich mir überlege… 2009 war ich unter den ersten 50 und ich weiß auch ganz genau, weil ich einen Artikel geschrieben habe, wo ich die Zahl haben wollte, dass wir noch vor zwei, drei Monaten 4.700 waren. Das muss an irgendeiner Stelle plötzlich einen unheimlichen Sprung gemacht haben. Ich habe das mit den 5.000 tatsächlich auch gar nicht selber gemerkt, sondern ich wurde darauf hingewiesen. Das war der Oberklopper. Also, das ist ein ganz großes, starkes Team da und ich möchte ein ganz dickes DANKE an meine Moderatoren loslassen, die mich immer, immer, immer unterstützen. Und ehrenamtlich für mit ohne Geld immer da sind und ihre Freizeit investieren.

Kathrin: Ich schicke euch ja auch alle rüber, ne? Das steht ja bei mir immer drin “Guck bitte bei deinem speziellen Thema immer im Forum nach, was los ist”.

Annika: Und auch natürlich an die Forenmitglieder. Denn was ist ein Forum ohne Mitglieder. Der Umgang ist sehr freundlich und ich bin stolz auf die gesamte Gemeinschaft.

Kathrin: Das kannst du auch sein.

Annika: Also 5.000… Poah… Tse!

Kathrin: Tse! Ja herzlichen Glückwunsch an alle.

Annika: Ja, genau. Das war das, was ich zu sagen habe.

Kathrin: Haaaa, was gibt es bei dir heute noch zu essen?

Annika: Oh, heute gibt es Burger im Salatblatt. Ich habe eine Cocktailsauce selber gemacht, gemischt mit Senf und mit Sambal und Ajvar. Das ist so eine Mischung – ich denke mir das immer aus. Und mit Irish Beef Hackfleisch.

Kathrin: Lecker!

Annika: Da freue ich mich seit drei Tagen drauf. Das habe ich nämlich beschlossen: Das machen wir Freitagabend so ganz entspannt und das wird lecker. Und bei dir?

Kathrin: Das weiß ich ehrlich gesagt noch nicht, weil wir ….

Annika: Sag nicht, dass du auch so einen Mann hast, der kocht!?

Kathrin: Ja, genau. Der gerne auch mal Freitags abends in so einen Feinkostsupermarkt einfällt und dann breit grinsend mit irgendeinem…hmhm. Und er weiß auch mittlerweile, dass seine Essen dann mit #Husband bei Instagram gepostet werden, also dass ich das nicht selber gemacht habe. Vom Feinsten! Wobei heute ist offen, ob es die Aktivität gibt oder ja… unsere Tochter ist nicht da. Also ob wir eventuell mal einfach um den Block gehen und ein Abendessen mit zwei Erwachsenen am Tisch machen. Das hat ja auch was – könnte ich mir auch vorstellen, mal gucken.

Annika: Das muss ich jetzt mal sagen: Es kommen mir immer mehr Männer oder Lebenspartner oder Ehegatten unter – also ich höre das immer öfter – dass sie Männer zu Hause haben, die kochen. Ich bin da sooo neidisch. Ich meine, die Hoffnung stirbt zuletzt. Nach fast 23 Jahren Ehe kann mein Mann nämlich jetzt seit zwei Monaten Leberkäse und Spiegelei (kichert)

Kathrin: Ja, mein Vater hat mit 60 das Spiegelei gelernt, genau.

Annika: Ja, also Leberkäse und Spiegelei kann er alleine und wenn ich das dann immer ein bisschen spöttisch sage, dann sagt er “Das stimmt gar nicht! Ich kann auch Brühwürstchen!”

(beide lachen)

Kathrin: Nee, also tatsächlich… Mein Mann sagt dann auch hin und wieder “Willst du das eigentlich gar nicht fotografieren?”

(beide lachen)

Weil das ja immer so der Moment ist bei uns am Tisch “Ah Moment, ich muss nochmal schnell aufstehen und das Foto machen”.

Annika: Aber ganz ehrlich: Ich finde das ja sehr bewundernswert. Menschen, die echt noch die Contenance haben, ihr Essen zu fotografieren… Mir fällt das immer erst auf, wenn der Teller hinterher leer ist. Dann denke ich “Scheiße, hätteste mal ein Bild gemacht”. Ich bin da ja gar nicht so.

Kathrin: Achso, wer das nicht weiß: Es gibt bei mir – das kann ich ja auch verlinken – einen Instagram-Stream vom @LCHFcoach, da sieht man alles was ich esse.

Annika: Du machst jeden Tag Fotos, ne?

Kathrin: Ja.

Annika: Seit vier Jahren?

Kathrin: Nee, das Instagram Konto habe ich später eröffnet, aber ja… Es ist auch nicht jeden Tag, aber immer wenn ich was auf dem Teller habe, wo ich sage: Joaaaa, das ist schön. Und manchmal auch, wenn ich eher so einen Crap auf dem Teller habe, das mache ich ja auch. Was ich wirklich nicht schaffe: Ich habe in diesen vier Jahren glaube ich gefühlte fünf, sechs Stück echte Kuchen gegessen. Also Schokoladentorte, Käsekuchen und sowas, ne? Und da setzt dieser Fotoimpuls total aus! Wobei ich ja eigentlich denke, es wäre noch viel ehrlicher zu sagen “Jetzt esse ich dieses Stück Schokotorte, weil das wichtig ist, jetzt” ho ho ho. Nee! Das gibt es nicht. Da wird dann der Mantel des Vergessens drüber gelegt.

Annika: Ja, was keiner gesehen hat, hat nicht stattgefunden.

Kathrin: Ja, wobei ich aber denke, immer wenn ich darüber nachdenke und darüber nachdenke, wieviele Ausnahmen es waren, dann könnte ich sagen “Weißte was, es ist alles im Lot”. Also von daher…

Annika: Aber zum Beispiel bei mir, wenn ich jetzt auf die Idee käme mein Essen zu fotografieren, das würde keinem Spaß machen. Jetzt gerade in dem Modus wo ich jetzt bin, da esse ich ein Stück Fleisch/Fisch/Ei gebraten meistens, und dann dazu Salat. Voll langweilig. Montag bis Freitag. Jetzt gut, das mit dem Burger ist echt eine Ausnahme, aber auch nur, weil wir uns langsam in den Urlaubsmodus eingrooven. Am Wochenende kann das dann schonmal vorkommen, dass ich mir mehr Mühe gebe. Aber in der Woche ist halt bei uns Zacke-Zacke-Küche. Und das tut mir auch gut. Weil Zacke-Zacke-Küche – um so weniger muss ich nachdenken über Essen.

Kathrin: Wir müssen nachdenken über den nächsten Podcast-Termin, meine Liebe. Das machen wir jetzt gleich im Anschluss, wenn ich hier auf Stopp gedrückt habe und das nächste Thema.

Annika: Tut mir leid, ich bin gerade im Labermoooduuus.

Kathrin: Ja, jaaa (lacht)

Wir sagen Tschüüüss! Toll, dass du bis zum Ende zugehört hast. Schau dir die Shownotes an, auch in den Artikeln auf unseren Webseiten. Da wirst du viel dazu erfahren.

Annika: Wieso heißt das eigentlich Shownotes?

Kathrin: Weil im Amerikanischen ein Podcast eine Show ist.

Annika: Achso, okay… Aber auf Deutsch würden wir jetzt sagen: Schau dir die begleitenden Links zum…”

Kathrin: Da müsste man eine Übersetzung finden für Shownote, ja. – Episodennotizen oder pffff. Ja. Genau. Das können wir ja nochmal entwickeln, das schöne Wort. Gordon?! Du bist doch Podcast-Meister. Da kannst du uns doch mal ein schönes Wort für ‘Shownotes’ sagen.

Jedenfalls: Da packen wir alles rein. Lies es dir durch; krieg’ deinen Po wieder hoch; komm wieder rein; hol’ dir den edlen Ritter und in diesem Sinne!

Annika: Ja genau. Noch extra Grüße an Agatha. Die wohnt bei mir nämlich ziemlich um’s Eck’, wir haben uns aber immernoch nicht getroffen. Das wollten wir schon länger tun. Also Agatha: Das müssen wir echt jetzt mal langsam in Angriff nehmen! Und ansonsten die liebsten Grüße an euch alle da draußen! Und: Frohe Ostern.

Kathrin: Frohe Ostern auch von meiner Seite aus Berlin! Bis zum nächsten Mal! Und immer wieder ein gutes Stück Butter dazu :-)

Annika: Tschüüüüss!!

Kathrin:Tschüüüüss!!